Ist das wirklich Open Source? Diese Frage stellen sich Entwickler und ihre Chefs häufig, bevor sie ein Produkt auf den Markt bringen. Die Open-Source-Initiative bietet nun ein API an, um das maschinell zu prüfen.
Die Open Source Initiative (OSI) existiert seit rund 19 Jahren. Sie gilt als vertrauenswürdig, wenn es darum geht, festzulegen, welche Lizenz eine echte Open-Source-Lizenz ist und welche nicht. Bruce Perens, ehemaliger Debian-Projektleiter, hatte einst für Debian die Open Source Definition (OSD) formuliert, eine angepasste Version davon dient der OSI nun als Entscheidungsgrundlage für die Frage, ob eine Lizenz in die Kategorie Open-Source-Lizenz fällt.
Warum das wichtig ist, zeigte sich immer mal wieder, wenn eine Firma versuchte, eine hauseigene Lizenz unter dem Open-Source-Label zu vermarkten. Mittlerweile verwaltet OSI 78 Open-Source-Lizenzen, gerade in großen Projekten kommen dabei häufig ganz verschiedene Lizenzen zum Einsatz.
Das ist zwar schön, aber auch ein Problem. Wenn eine große Firma ein Projekt absegnet, muss sie sicher sein, dass sämtliche darin verwendeten Lizenzen der OSD entsprechen. Das zu überprüfen, wird bei tausenden von Dateien ein Problem. Mit einem neuen API unter “api.opensource.org” lässt sich das jetzt maschinell testen. Die maschinenlesbaren Informationen zu den Lizenzen verwaltet Github.
Als Proof-of-concept wurden SPDX-Identifier ergänzt, die Auswertungen von SPDX-Datasets erlauben. Entwickler können mit Hilfe einer SPDX-License-ID bestimmen, ob eine Lizenz vom OSI gebilligt wird. Es gibt auch schon API-Wrapper für Python, Go und Ruby. Die OSI bittet um Patches und Bugreports.





