Die britische Regierung soll die staatlichen IT-Systeme für Open-Source-Software öffnen, forderte der konservative britische Abgeordnete George Osborne.
Mehr als 600 Millionen britische Pfund (881 Millionen Euro) könnten so gespart werden, schätzt Osborne, der im Schattenkabinett von Blair-Gegner David Cameron für das Ressort Finanzen zuständig ist. Im Fall eines Regierungswechsels würde er Nachfolger des amtierenden Schatzkanzlers Gordon Brown antreten.
George Osborne wirft gegenüber britischen Medien der Regierung Geldverschwendung im IT-Sektor vor. Als Vorbilder nannte er andere Länder: Japan beispielsweise habe sein Lohnabrechnungssystem auf freie Software umgestellt und damit die Kosten halbiert. Auch nach Erkenntnissen des Ministeriums für Erziehung und Forschung ließen sich mit Open Source Software an Schulen rund 50 Prozent der Kosten pro PC einsparen.
Als weiteren Vorteil nennt Osborne den frei zugänglichen Quellcode und offene Standards. Letztere seien für Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil. Viel zu häufig sei ein IT-System nicht kompatibel mit anderer Software, das behindere den Wettbewerb und bremse Innovationen, argumentiert Osborne.




