Open SSL 1.1.0 ist da

Open SSL 1.1.0 entfernt unter anderem den Support für SSLv2 und bringt verschiedene Aktualisierungen mit, darunter Support für neue Algorithmen von Daniel J. Bernstein.

Zu den Highlights zählen die Entwickler unter anderem den Support für die Stromverschlüsselung Chacha20 und den Message Authentication Code Poly1305. Beide stammen vom bekannten Kryptologen Daniel J. Bernstein. Der Pipelining-Support stammt von Matt Caswell und erlaubt es, die Fähigkeit einiger Engines zu nutzen, mehrere simultane Krpyto-Operationen auszuführen. Damit lassen sich auch Datenverarbeitungen für eine einzelne Verbindung beschleunigen.

Open SSL 1.1 unterstützt, wenn möglich, Shared Builds und kann neuerdings auch das Master Secret von TLS besser absichern, etwa über Server-Zertifikate. Neu an Bord sind die Afalg-Engine und ein Threading-API. Daneben werfen die Entwickler auch einige überkommene Features aus dem Code. Dazu gehören neben SSLv2 die Kerberos-Chiffren, RC4 gehört nicht mehr zu den Standardchiffren der Libssl. Auch den Support für 40- und 56-Bit-Chiffren haben die SSL-Macher entfernt.

Weiterhin unterstützt Open SSL den OCB-Modus (Libcrypto), asynchrone Krypto-Operationen (Libcrypto, Libssl), DANE TLSA Peer-Authentifizierungen nach RFC6698/RFC7671, den Scrypt-Algorithmus, X25519 sowie neue Security-Level. Noch mehr Änderungen im Detail nennt die offizielle Ankündigung der neuen Version.

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