Open Archive: Revisionssichere Archivierung mit freiem Quellcode

Auf einer von der Lisog veranstalteten Release Party hat Hersteller Grau Data seine Archivierungssoftware Archivemanager offiziell unter dem Namen Openarchive als Open-Source-Software veröffentlicht.

Der Strategiewechsel des Herstellers aus Schwäbisch Gmünd war lange angekündigt (Linux Magazin online berichtete) und erfolgte dem Vortrag des Geschäftsführers Herbert Grau auf ausdrücklichen Kundenwunsch. Auf der Release Party der Lisog in Stuttgart berichtete Grau vom ausschlaggebenden Wunsch nach langfristiger, gesicherter Verfügbarkeit der Software und seiner Hoffnung auf vielfältige Beiträge und kreative Ideen der Open Source Community.

OpenArchive ist eine geringfügig abgespeckte Version des Grau Archivemanagers und verfügt über einen fast identischen Funktionsumfang wie die kommerzielle Variante. Wer auf Sarbanes-Oxley-Compliance und Zertifizierungen von anderen Softwareherstellern verzichten kann, findet in Openarchive laut Hersteller “The Final Destination for your Data”, eine skalierbare, transparente und kostenlose Lösung, die Archive und Backups bis in den Petabyte-Bereich verwaltet.

Beliebige Applikationen sollen über freie APIs und Protokolle wie CIFS oder NFS bis zu Millarden von Dateien Im revisionssicheren WORM-Dateisystem hinterlegen können, redundante Speicherung mit fast beliebigen Varianten von disk-to-disk-to-tape und Archivvolumen ab 1 Terabyte bis zu mehreren Petabyte seien möglich. Das Kürzel WORM steht dabei für “Write Once, Read Many” und bezeichnet Dateisysteme, die einmal geschrieben werden, später aber nur Lesezugriff gestatten. Beim Archivemanager kommt dafür das von Grau Data entwickelte MillionBillionFileSystem (MBFS) zum Einsatz, das Limitierungen gängiger Linux- und Windows-Dateisysteme aufhebt und in großen Umgebungen angeblich deutlich flotter arbeitet, zum Beispiel indem es große Unterverzeichnisse als Filesysteme verwaltet und Inodes und Einträge der Master File Tables hierarchisch organisiert.

Im zweiten Vortrag auf der Release-Party stellte Thomas Uhl (Topalis AG) Vertriebsansätze für und Vorteile von Open-Source-Strategien in Softwareunternehmen vor.

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