Mit dem R515-Treiber veröffentlichte Nvidia im Mai 2022 eine Reihe von Linux-GPU-Kernelmodulen als Open Source mit doppelter GPL- und MIT-Lizenzierung. Jetzt will Nvidia den vollständigen Übergang zu Open-Source-GPU-Kernel-Modulen vollziehen.
Man werde diesen Schritt in der kommenden R560-Treiberversion vornehmen, teilt Nvidia mit. Der im Jahr 2022 gestartete Prozess hin zu Open-Source-Kernel-Modulen und der Ablösung der Closed-Source-Treiber durch die Nvidia Open Kernel Modules sei damit abgeschlossen. Für moderne Plattformen wie Nvidia Grace Hopper oder Blackwell müsse man die Open-Source-GPU-Kernelmodule verwenden, die proprietären Treiber seien auf diesen Plattformen nicht mehr unterstützt, teilt Nvidia mit.
Für neuere Grafikprozessoren der Turing-, Ampere-, Ada Lovelace- oder Hopper-Architekturen empfiehlt Nvidia den Wechsel zu den Open-Source-GPU-Kernel-Modulen. Für ältere Grafikprozessoren der Maxwell-, Pascal- oder Volta-Architekturen seien die Open-Source-GPU-Kernel-Module nicht kompatibel und der proprietäre Nvidia-Treiber müsse benutzt werden. Das gelte auch für gemischte Einsätze mit älteren und neueren GPUs im selben System.
Allerdings hat die Open-Source-Strategie Defizite. Der Nvidia-Treiber wird nicht in den Mainline-Kernel integriert und der Hersteller legt die Treiberkomponenten für den User-Space nicht offen.



