Intels Linux-Variante für Mobilgeräte namens Moblin hat in Novell einen neuen Mitstreiter gefunden.
Der Hardware-Hersteller hatte Anfang April die Verwaltung seine Notebook-Betriebssystems an die Linux Foundation gegeben und sich davon stärkere Beteiligung erhofft, und die Rechnung scheint aufzugehen: Novell mit seiner Hausdistribution OpenSuse hat sich jetzt mit Intel zusammengetan. Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an einer Linux-Variante für den Einsatz auf Mobilgeräten. Nach eigener Aussage beteiligt sich Novell bereits seit Oktober 2008 aktiv an der Entwicklung, will aber ab sofort die Moblin-basierenden Produkte bei Herstellern stärker vermarkten. Auch an dem Gemeinschaftsprojekt von Intel und dem taiwanesischen Institute for Information Industry, dem Taiwan Moblin Enabling Center (MEC) will sich das Software-Haus beteiligen und hierzu vor Ort eine Entwicklungsabteilung namens Novell Open Labs eröffnen.
Der Linux-Distributor erhofft sich einiges von der Kooperation: „Mobile Computing Plattformen bieten signifikante Wachstumsmöglichkeiten“, so der Novell-Chef Ron Hovsepian.
Novell stand bisher im Notebook-Markt nicht allzu gut da: Hersteller wie Lenovo, MSI oder HP liefern zwar Rechner mit vorinstalliertem Linux aus, dabei kam jedoch bisher der kostenpflichtige und bereits etwas angestaubte Suse Linux Enterprise Desktop 10 zum Einsatz, der sich nicht als Verkaufsschlager entpuppte. Dies soll sich mit Moblin 2.0 ändern, wie die Partner hoffen: Notebooks mit vorinstalliertem Moblin könnten eine breitere Nutzerschicht ansprechen. Derzeit ist der zweite Release-Candidate der Version 2.0 im Alphatest, ein Zeitpunkt für die Veröffentlichung wird noch nicht genannt.



