Die Entwickler der Distribution NixOS haben die Version 18.09 mit dem Codenamen Jellyfish veröffentlicht. Diese behebt vor allem Fehler und bringt den hauseigenen Paketmanager Nix in der aktuellen Version mit.
In NixOS 18.09 werkelt der Linux-Kernel 4.14 LTS. Die Glibc springt auf die Version 2.27, Systemd auf die Version 239. Anwender haben zudem jetzt die Wahl zwischen Gnome 3.28 oder Plasma 5.13. Gnucash liegt ab sofort in der Version 3.x vor. Der Paketmanager Nix 2.1 beansprucht ab sofort “in bestimmten Situationen” weniger Hauptspeicher und behebt im Wesentlichen einige Programmfehler.
Das “netcat”-Paket stammt jetzt aus OpenSSL und nicht mehr auf dem entsprechenden Fork des Debian-Projekts. Auch Elasticsearch, Logstash und Kibana (die zusammen den sogenannten ELK-Stack bilden) haben die Entwickler auf die Versionsreihe 6.3.x aktualisiert. Der ELK-Stack bringt standardmäßig das nicht unter einer freien Lizenz erhältliche X-Pack mit. Wer eine komplett freie Variante bevorzugt, muss auf die Pakete “elasticsearch-oss”, “logstash-oss” und “kibana-oss” zurückgreifen. Kubernetes liegt in Version 1.11 vor, gleichzeitig haben sich auch einige zugehörige Konfigurationsoptionen verändert.
Programme lassen sich jetzt über die Konfigurationsanweisung “programs.firejail.wrappedBinaries” mit Firejail in einen abgeschottete Sandbox sperren. Des Weiteren sind jetzt die User Channel standardmäßig im “NIX_PATH”. Dies ermöglicht es Anwendern, ihre eigenen “nix-channel” in den “nix-build”- und “nix-shell”-Kommandos, sowie mit „import“ zu nutzen (wie etwa “import <mychannel>”).
Die Entwickler haben NixOS zudem einige neue Services spendiert. “services.foundationdb” kümmert sich beispielsweise um das Deployen von FoundationDB-Clustern, während “services.strongswan-swanctl” eine moderne Alternative zu “services.strongswan” bietet. Wer IPsec VPNs einrichten möchte, muss sich allerdings für einen der beiden letztgenannten Services entscheiden. Den Service “services.cassandra” haben die Entwickler komplett neu geschrieben. Das Modul “services.networking.hostapd” nutzt jetzt standardmäßig WPA2. Als Display-Manager kommt LightDM zum Einsatz, wer SLiM verwenden möchte, muss die Konfigurationsoption “services.xserver.displayManager.slim.enable” auf “true” setzen. Alle weiteren Änderungen listet der Anhang B des NixOS-Handbuchs auf.
Die Entwickler unterstützen NixOS 18.09 bis zum Erscheinen des Nachfolgers 19.03 im April 2019. NixOS setzt ein 64-Bit-System mit x86-Architektur voraus. Die Portierung auf ARM-Rechner (aarch64) bietet immer noch nicht den gleichen Funktionsumfang.
Da NixOS keinen grafischen Installationsassistenten besitzt und die Konfiguration in erster Linie über Konfigurationsdateien erfolgt, richtet sich die Distribution an fortgeschrittene Linux-Anwender.






