Nginx liefert nun auf Basis des Handshakes wahlweise RSA- oder ECDSA-Zertifikate aus. Der Vorteil: Kommen neuere Clients mit ECDSA-Support zum Einsatz, spart das Bandbreite.
Ein User hatte das Feature vor etwa einem halben Jahr angefordert und vorgeschlagen, zur Wahl des richtigen Zertifikats die “signature_algorithms”-Erweiterung beim Handshake zu nutzen. Seit gestern ist das Feature eingebaut und wird zusammen mit Nginx 1.11.0 veröffentlicht.
Offenbar hat das Verfahren mehrere Vorteile. Zum einen sind ECDSA-Zertifikate aufgrund der geringeren Schlüssellänge deutlich kleiner und schneller zu erzeugen. Ein 256-Bit langer Schlüssel bietet laut der Ecrypt-II-Empfehlung der EU denselben Schutz wie ein asymmetrischer 3248-Bit-Schlüssel. Die Schlüssel sind ebenso sicher wie RSA, weil Mathematiker das Problem diskreter Logarithmen in elliptischen Kurven nur mit wesentlich mehr Aufwand lösen können als das Faktorisieren ganzer Zahlen.
Der Vorteil der ECDSA-Keys: Sie lassen sich auch in Umgebungen mit limitierter Bandbreite einsetzen. Allerdings sind sie noch nicht so weit verbreitet wie ihre RSA-Pendants. Insbesondere ältere Clients unterstützen sie nicht. Akzeptiert ein Client jedoch ECDSA-Zertifikate, liefert Nginx diese also künftig aus, und spart so Bandbreite ein.





