Neues bei Fedora: RPM Fusion und Eee-PC

Das noch im Entstehen befindliche Repository RPM Fusion will die Pakete aller Drittparteien aus einer einheitlichen Quelle anbieten, und die Live-Fedoravariante Eeedora soll dem Eee-PC von Asus ein Fedora-System anziehen.

RPM Fusion will in Zukunft die unterschiedlichen Zusatz-Repositories von Fedora zusammenführen. Vor einigen Tagen veröffentlichte Jonathan Roberts von den Fedora-Marketing-Aktivisten im Projekt-Wiki ein hausgemachtes Interview mit zweien der Entwickler: dem Hannoveraner Thorsten Leemhuis und dem Niederländer Hans de Goede. Es gäbe zu viele Zusatz-Repositories, sagen sie. Livna sei zwar sehr praktisch, aber es gebe zuwenig Beitragende und einige strukturelle Probleme. Mit einem neuen, einheitlichen Quellort für Zusatz-RPMs möchte man frischen Wind in die Sache und die Fedora-Anwender leichter an ihr Ziel bringen.

Im September 2007 verkündete Hans de Goede auf der neuen Mailingliste “repo-merge-discussion” das neue Projekt. Gut drei Monate später bezeichnete der Projekt-Mitgründer Thorsten Leemhuis es in seinem Blog als ein Projekt, das “hoffentlich ein gescheites, semi-offizielles Third-Party-Repository werden wird”. Offiziell in Betrieb ist das Projekt bis heute nicht, was Leemhuis in jenem Blogeintrag dem zeitaufwändigen organisatorischen Vorlauf bei Fedora zuschreibt.

Unter den Repositories, deren Teams bisher an der Fusion teilnehmen, befinden sich das Freshrpms-Repository von Matthias Saou. Auch das Repository Livna ist dabei, das ein offizielles Zusatz-Repository von Fedora ist, in dem teilproprietäre Pakete wie Xine oder Videotreiber zu haben sind. Schließlich wird an dem Merge von Dribble gearbeitet, ein inoffizielles Repository unter anderem für Multimedia-Anwendungen, Spiele und Emulatoren, die den Aufnahmekriterien von Fedora oder Livna nicht genügen. Die Teilnahme weiterer Repositories ist natürlich erwünscht. Das kürzlich erschienene Interview gibt weiteren Einblick in Motivation und Methode des noch-nicht-Projekts.

Auch in andere Richtungen strecken Fedorianer derzeit ihre Fühler aus: Auf der privat betriebenen Fanseite für den Eee-PC von Asus hat sich ein Fedora-Anwender gefunden, der den debianischen Anstrich des Kleinstrechners “ein wenig schmerzvoll” fand. Daraufhin varriierte er aus der Fedora-Distribution eine Eee-Version namens Eeedora, die als Live-Version auf dem “sympathischen Rechner-Zwerg” laufen kann, wie ihn die Linux-Magazin-Redaktion taufte (zum Eee-PC siehe den auf Linux-Magazin Online zugänglichen Test aus dem Linux-Magazin 01/2008).

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