Gründer und Vizepräsident von Network Appliance, Dave Hintz, hält Suns Attacke gegen sein Unternehmen im Gerangel um das Dateisystem ZFS für wenig erfolgversprechend.
Der Streit dreht sich im Wesentlichen um Suns Datei-System ZFS, an dem Net App Patentansprüche geltend macht. Als Teil der Open-Solaris-Strategie hatte Sun den ZFS-Quellcode freigegeben. Network Appliance hatte gegen Sun Anfang September wegen Verletzung geistigen Eigentums eine Klage eingereicht. Sun-Chef Jonathan Schwartz hatte in seinem Blog eine Gegenklage angekündigt verbunden mit der Drohung, “eine dauerhafte gerichtliche Verfügung” einzuklagen und somit das Unternehmen aus dem Markt zu prozessieren (wir berichteten).
“Das ist genau die Sorte breiter, aber vager Drohung, die Leute so frustriert an Patentstreitigkeiten”, antwortete Dave Hintz in seinem Weblog. Er sei von Jonathan Schwartz enttäuscht und verweist auf die öffentliche Diskussion, die die Kontrahenten auf ihren jeweiligen Webseiten ausgetragen hatten. Er selbst habe in einem früheren Eintrag erläutert, inwiefern Sun das geistige Eigentum von Net App verletze und damit die Gründe für die Klage gegen das Unternehmen genannt.
In seiner Begründung für die Gegenklage hatte der Sun-Chef unter anderem darauf verwiesen, dass dieser Schritt nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Hierauf erwidert Hintz: “Jonathan scheint so zu argumentieren, als ob etwas über dem Gesetz stehe, sobald es Open Source geworden ist. Das bestreite ich vollkommen!” Es sei ein Unterschied, ob ein gestohlenes Rezept nur im Internet veröffentlicht werde, oder ob darauf eine Produktmarke mit Patentschutz gegründet wird. Der Net-App-Manager sieht das Gesetz auf seiner Seite, beruft sich aber auch auf die Open-Source-Gemeinschaft. Er schließt: “Eine der wichtigsten Regeln von Open Source ist, dass Du nur Dinge weggeben kannst, die Dir gehören”.




