München liefert Code an die Community zurück

Die Stadt München trägt mittlerweile eine Menge Code und Bugfixes zu Open-Source-Projekten bei, schreibt das Open Source Oberservatory.

Die Stadt mache Softwarelösungen zugänglich, teile praktische Erfahrungen und technische Informationen schreibt Gijs Hillenius in seinem OSOR-Blog, welches das Thema Open Source und die öffentliche Hand seit Jahren europaweit verfolgt.

So hätten Entwickler von Limux an der diesjährigen Debconf teilgenommen und von ihren Erfahrungen beim Verwalten von rund 17 000 Linux-Workstations berichtet [Video], die sich auf 50 städtische Büros verteilen. Die Stadt kombiniere dabei Gosa2, ein webbasierte Software um Accounts, Gruppen, Server und Workstations zu verwalten, mit LDAP-Verzeichnisdiensten und FAI, um neue Software und Updates zur bestehenden auszuliefern.

Mittlerweile setze München die fünfte Version von Limux ein, die auf Kubuntu basiert und Firefox, Thunderbird sowie Libre Office 4.1 mitbringen. Die Workstations nutzen zudem Wollmux, das die Dokumentenvorlagen und Formulare der Stadt verwaltet.

Der Entwicklungszyklus sei sehr lang, zitiert Hillenius den Team-Mitarbeiter Jan-Marek Glogowski. Ein Grund sei die große Vielfalt an Hardware. Egal was für Rechner in den letzten 20 Jahren gebaut wurden, in München laufe einer davon und den müsse die IT-Abteilung unterstützen. Bei 18 000 PCs gehe zudem regelmäßig Hardware kaputt, weshalb man auch viel Hardware vorhalte.

Mit den DAK-Tools verwalte man die Repositories mit Softwarepaketen. Zugleich entwickele man diese weiter und hoffe, bis Ende des Jahres neue Features beizutragen. Ein Werksstudent arbeite daran, die Münchens Änderungen einzupflegen. Zudem habe München hunderte von Bugfixes beigetragen, größtenteils über den externen Dienstleister, darunter 96 Patches für Libre Office. Die stecken nun in der aktuellen Libre-Office-Version, München selbst portiere die Patches zurück für die Version 4.1.

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