“So tonight we gonna party like it’s 1999” sang einst Prince. Zu diesem Zeitpunkt feierte man auf Partys bereits mit MP3s, nun endlich lässt sich das Format auch auf Fedora abspielen, 24 Jahre nach dessen MPEG-1-Standardisierung 1992.
Natürlich sind es keine technischen, sondern rechtliche Gründe, aus denen Fedora keinen offiziellen MP3-Support ausliefert. Auch andere Distributionen taten sich in der Vergangenheit immer schwer damit. Nun scheinen die Anwälte bei Fedora zur Auffassung gelangt zu sein, dass das Abspielen von MP3-Dateien keine rechtlichen Schritte mehr nach sich ziehen dürfte.
Während Red Hat keinen offiziellen Kommentar in dieser Sache abgibt, lassen sich die technischen Details im Blog des Gstreamer-Entwicklers Christian Schaller nachlesen. Demnach landet der MP3-Support in Fedora Workstation 25, das entsprechende Plugin lässt sich dann über Gnome Software installieren. Möglicherweise soll Fedora Workstation 26 MP3-Support gleich automatisch mit installieren.
Auf Software-Ebene realisieren die Fedora-Macher den Support für den populären Audiocodec über die “mpeg123”-Bibliothek und ein Gstreamer-Plugin. Grund für die Wahl von “mpeg123” sei gewesen, dass es dieselbe Lizenz unterstützt wie Gstreamer (LGPLv2). Schaller wies auch darauf hin, dass Fedora zum aktuellen Zeitpunkt keinen MP3-Encoder ausliefern werde. Dann vielleicht 2040.





