Mozilla veröffentlicht Internet Health Report 2020

Mozilla hat zum vierten Mal in Folge einen Bericht zum Gesundheitszustand des Internets im abgelaufenen Jahr veröffentlicht. Der Bericht besteht aus Zahlen zur Internet-Nutzung, Analysen von Experten und allgemeinen Betrachtungen.

Die Corona-Pandemie hat auch den Mozilla-Bericht für das Jahr 2020 geprägt. Milliarden Menschen seien während der Krise mittels Internet mit der Welt verbunden gewesen, so Mozilla. Im Homeoffice und beim Home-Schooling, mit Bestellungen und beim Kontakt mit der Familie. Gleichzeitig sei auch im Jahr 2020 fast die Hälfte der Weltbevölkerung ohne Internet-Zugang und auch ein Drittel der Schulkinder weltweit. Darunter befinden sich auch viele in den reichen Staaten. In den USA etwa seien nur 56 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen unter 30.000 US-Dollar mit Breitband-Internet versorgt.

Die Pandemie habe auch einen Boom bei Apps ausgelöst. Weltweit seien zahllose Apps zur Kontaktverfolgung und für Bewegungsprofile auf den Markt gekommen, nebst solchen, die künstliche Intelligenz für Entscheidungsfindung nutzen. Davon seien einige hilfreich im Kampf gegen die Pandemie, es gäbe aber auch solche mit fragwürdigen Privacy-Modellen und exzessivem Tracking von Bürgern. Diese Entwicklungen werden noch Konsequenzen nach der Pandemie haben, so Mozilla.

Der Report nennt auch Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet (Google), Facebook, Tencent und Alibaba als die sieben Unternehmen, die die Macht über das Internet konsolidiert haben. Ihre Profite seien in die Höhe geschossen, weil die Abhängigkeit von ihrer Technik während des Lockdowns gewachsen sei. Damit sei auch ihre Macht angewachsen.

Zu den bedenklichen Strömungen im Internet zählt der Report auch Rassismus, Hetze und Brutalität. Dagegen seien aber auch Solidaritätsbewegungen entstanden.

Der Report ist online nachzulesen.

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