Mozilla arbeitet an einem Firefox-Browser für Mobilgeräte, und es ist wahrscheinlich dass dieser unter Symbian, Windows Mobile und Linux laufen wird.
Windows Mobile und Linux-Telefone sind voraussichtlich die ersten Geräte, die den Browser nutzen können, sagt der Mozilla-Entwickler Doug Turner gegenüber Medien. Diese Mobil-Betriebssysteme haben zumindest in Teilen den gleichen Code wie ihre Pendants für Desktop-Computer. Das macht es einfacher, eine Mobil-Version des Browsers zu entwickeln. Symbian allerdings unterscheidet sich stark von den Desktop-Systemen und bereitet den Entwicklern daher mehr Aufwand. “Aber weil Symbian so einen großen Markt hat, macht es Sinn, diese Arbeit zu machen,” erklärte Turner.
Doug Turner arbeitet bereits seit 2000 an einem Projekt mit dem Namen Minimo, einem Mozilla-Browser für Mobilgeräte. Jedoch war das Projekt zuletzt ins Stocken geraten, Turner machte Wartungsarbeiten, nahm aber keine Weiterentwicklung vor. Ein ausführlicher Blog-Eintrag mit dem Titel “Mozilla and Mobile” von Mike Schroepfer, Vice President der Mozilla Corporation, gibt dem Thema neue Aktualität. Schroepfer gibt hier bekannt, dass das Unternehmen an einer neuen mobilen Version von Firefox arbeitet. Er schreibt hier, dass über die Plattform noch nicht entschieden wurde. Nach der Vielzahl der Reaktionen auf der Webseite zu schließen, gibt es aber große Nachfrage von Symbian-Anwendern.
Turner verweist auf den großen Vorteil der Quelloffenheit von Firefox Mobile. Weil dadurch Entwickler weltweit daran mitarbeiten können, wird es seiner Meinung nach in jedem Fall möglich, Firefox auf Symbian oder jedes beliebige andere mobile Betriebssystem zu bringen. Auch dann, wenn Mozilla selbst sich nicht an diese Aufgabe macht. Als Vorbild nennt er den Desktop-Bereich, in dem der Browser von freien Entwicklern auch für sehr alte Betriebssysteme angepaßt wurde. Der kommende Mobil-Browser soll auf der neuen Plattform Mozilla2 basieren, die 2009 veröffentlicht werden soll.



