Mit Latencytop den Aussetzern auf der Spur

Vor allem bei Audio- und Video-Anwendungen machen sich Aussetzer unangenehm bemerkbar. Diesen Latenzen soll nun ein freies Programm von Intel auf die Spur kommen.

Nach der Ermittlung von “Energie-Verschwendern” macht sich Intel nun auf die Suche nach den Bremsern im System. Die Auswirkungen von Latenzproblemen sind sehr einfach zu erkennen, die Ursachenforschung jedoch fällt oft schwer. Dabei soll das Tool Latencytop helfen. Das Programm, dessen Quellen offen liegen, wurde wie schon zuvor das Tool Powertop von Intel entwickelt. In beiden Namen soll das “Top” am Ende an die Prozessüberwachung Top erinnern.

Latencytop richtet sich in erster Linie an Entwickler. Sie können das Programm sowohl im Userspace als auch im Kernel laufen lassen. Es soll ermitteln, an welcher Stelle Latenzen auftreten und welche Aktion beziehungsweise welche Operation das System zum Hängen gebracht hat. Ist der Übeltäter gefunden, können die Entwickler anhand der Informationen den Code vom schlimmsten “Schluckauf” befreien.

Ursachen und Gründe für Latenzen gibt es viele. Laut der Ankündigung des Entwicklers Arjan van de Ven auf der Kernel-Mailingliste konzentriert sich Latencytop auf die Ursachen für jene Latenzen, die den Ton aussetzen und den Desktop ruckeln lassen. Speziell untersucht das Tool, an welcher Stelle der Kernel einem Programm den Prozess blockiert, weil es irgendeine Ressource angefordert hat, aber nicht darauf zugreifen kann.

Latencytop setzt einige Kernelpatches voraus. Sie sind wie auch der Programmcode im Quelltext auf der Projektseite zu finden. Beide Bestandteile wurden von Intel unter GPL in Version 2 lizenziert.

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