Immer noch laufen viele kleinere Desktop-Umgebungen nur unter X11. Die Entwicklung eines eigenen Wayland-Compositors möchte Louvre drastisch erleichtern. Die neue C++-Bibliothek bietet sogar Multi-GPU-Unterstützung und liegt ab sofort in einer ersten stabilen Version vor.
Ähnlich wie Wlroots und Libweston übernimmt Louvre alle Low-Level-Aufgaben, die Entwickler ansonsten selbst umständlich implementieren müssten. Insbesondere implementiert Louvre die Wayland-Protokolle. Laut den Louvre-Entwicklern erhält man nach dem Einbinden der Bibliothek einen voll funktionsfähigen Wayland-Compositor, der sich dann sukzessive erweitern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.
Die Bibliothek unterstützt dabei mehrere Sessions (Multi-Session Support) sowie Systeme mit mehreren Grafikeinheiten (Multi-GPU Support). Louvre erlaubt Single, Double und Triple Buffering und offeriert eine persistente Zwischenablage. Die Grafikausgabe erfolgt via OpenGL ES 2.0 und DRM/KMS.
Auf GitHub haben die Entwickler mehrere Benchmarks veröffentlicht, denen zufolge Louvre auch in komplexeren Nutzungsszenarien eine hohe Performance aufweist. Zudem soll Louvre weniger Prozessor- und GPU-Zeit im Anspruch nehmen, als die Wayland-Compositors Weston und Sway.
Louvre befindet sich bereits seit mehreren Jahren in der Entwicklung. Die erste öffentliche Alpha-Version stand bereits im Januar 2021 bereit. Auf diese folgte dann letzte Woche direkt die erste stabile Version 1.0.0.





