Linuxtag 2007: Open-Source und die EU-Kommission

Barbara Held von der Europäischen Kommission auf dem Linuxtag 2007.

Barbara Held und Jean-Marie Weissenberger von der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien der EU- Kommission haben in ihren Vorträgen auf dem Linuxtag Pläne und Projekte der EU rund um Open-Source-Software vorgestellt.

Im Rahmen des Programms IDABC, was ausgeschrieben Interoperable Delivery of Pan-European E-Government Services to Administrations, Business and Citizens heißt, gibt die Europäische Kommission Behörden praktische Hilfestellungen und Vorschläge für den Einsatz von freier Software im öffentlichen Sektor. Die European Public Licence EUPL sei aus diesem Projekt hervorgegangen und liege mittlerweile in Version 1.0 vor. Laut Barbara Held setzt die EU auch im Rahmen des i2010 E-Government Action Plan verstärkt auf die Förderung von Open Source in Behörden.

Barbara Held von der Europäischen Kommission auf dem Linuxtag 2007.

Barbara Held von der Europäischen Kommission auf dem Linuxtag 2007.

Wie derartige Bestrebungen aussehen können, zeigte Jean-Marie Weissenberger in seinem Vortrag, in dem er drei Projekte der EU-Kommission vorstellte: Das Open-Source-Tool IPM (Interactive Policy Making) etwa, gestatte es mit einem umfangreichen Vorlagenkatalog Behörden, einfach Umfragen zu erstellen. IPM basiert auf freien Technologien wie Tomcat, Apache, LDAP, JDBC und MYSQL und wird bei der Initiative zur Bürgerbeteiligung Your Voice in Europe” eingesetzt.

Die ebenfalls freie Dokumentenmanagementsuite CIRCABC (Communication and Information Resource Centre for Administrations, Businesses and Citizens) sei eine Erweiterung von Alfresco und gestatte den Dokumentenaustausch zwischen Institutionen und Behörden auch in mehrsprachigen Umgebungen.

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