Linux Mint gibt einen der grundsätzlichen Unterschiede zu Ubuntu auf und liefert Multimedia-Codecs künftig ebenfalls separat aus.
Ab Version 18 will das Linux-Mint-Projekt ein traditionelles Unterscheidungsmerkmal zur Mutterdistribution Ubuntu abschaffen, den automatischen Codec-Support. Das soll helfen, die Produktion und das Testen von ISO-Images zu verbessern. Bislang hat das Projekt 18 ISO-Images gebaut und getestet, die zwei OEM-Images und die vier No-Codecs-Images sollen künftig wegfallen.
Der Aufwand, die Images zu produzieren, sei recht hoch gewesen, heißt es in der Ankündigung der Veränderung. Die No-Codec-Images seien für Zeitschriften und Distributoren wichtig gewesen, die OEM-Images für Gerätehersteller, die ihre Produkte mit vorinstalliertem Linux Mint ausliefern wollten. Allerdings seien beide Zielgruppen im Vergleich zum betriebenen Aufwand ziemlich klein.
Ab Linux Mint 18 sollen die gewöhnlichen Images die Möglichkeit bieten, Codecs nachzuinstallieren und OEM-Installationen anzuschieben. Um die Codecs nachzuholen, genügt ein Klick auf “Multimedia Codecs” im Welcome-Screen oder die Wahl von “Menü | Sound and Video | Install Multimedia Codecs” über das Hauptmenü. Nicht zuletzt gibt es, wie bei Ubuntu, während der Installation eine Checkbox, um die Multimedia-Codecs nachzuholen. Der Schritt reduziere die Zahl der zu testenden Images auf 12, heißt es in der Ankündigung.




