Linux in Verwaltungen: Böblingen geht mit

Im ersten Quartal 2009 macht die Stadt Böblingen testweise den Schritt hin zu Linux-Desktops. Das meldet der europäische Informationsdienst OSOR von einem kürzlich stattgefundenen Open-Source-Workshop für europäische Gemeinden.

Auf dem Workshop stellte David Gümbel von der Firma Itomig die Pläne der 45.000-Einwohner-Stadt in Baden-Württemberg vor. Hauptmotiv für die Migration ist, in einigen Jahren nicht zum Upgrade auf Windows Vista gezwungen zu sein. Ab 2009 probieren darum drei der rund zwölf Stadtverwaltungseinheiten ihr Glück mit einem Linux-basierten Desktop. Gümbel begleitet die Migration als Consultant.

Der Workshop der europäischen Gemeinden fand auf Einladung des OSOR am 14. November statt. Als Ergebnis hat OSOR eine Community der “Municipalities” etabliert, zu deutsch eine Community der europäischen Gemeinden. Das für Böblingen entwickelte “Bawü-Linux” ist als Projekt auf den Seiten des OSOR vertreten.

OSOR zählt auch das Wollmux-Projekt der Stadt München zu seinen Projekten. Der Koordinator des Linux-Programms der Stadt München, Florian Schiessl, sprach ebenfalls auf dem Gemeinden-Workshop und stellte Limux vor. Über das Linux der Stadt München gibt es eine OSOR-Fallstudie, über die Linux-Magazin Online berichtet hat. Der Referent David Gümbel hatte sich bereits in seiner Diplomarbeit mit Anwendungsmigration nach Linux beschäftigt, wofür er mit der Stadt Böblingen zusammen arbeitete. Im Anschluss an die Arbeit gründete er zur Vermarktung der Ergebnisse die Firma Itomig. Sein Migrationsverfahren kam nach eigenen Aussagen auch beim Limux-Projekt zum Einsatz.

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