Mehr Privatsphäre auf Knopfdruck, Unterstützung für das Dateiformat ODF 1.4, automatisches Signieren von Dokumenten und viele weitere kleinere Änderungen bietet die neue LibreOffice-Version. Wie so häufig blieben auch bei diesem Update größere Änderungen aus.
Bei Bedarf entfernt LibreOffice 24.2 auf einen Schlag alle persönlichen Daten aus einem Dokument. Darunter fallen unter anderem der Name des Autors, die Änderungszeit, der Name des Druckers und der Autor der Kommentare.
Neues für Dateien
Das Büropaket liest und schreibt Dokumente im Format ODF 1.4 und kann noch einmal besser Microsoft Office-Dateien im OOXML-Format verdauen. Bestimmt man ein Standardzertifikat, signiert LibreOffice damit automatisch Dokumente. Die Liste der zuletzt geöffneten Dateien zeigt auf Wunsch nur noch die Dokumente an, die zur gerade geöffneten Anwendung passen. Dies schafft in der gerne schon einmal etwas chaotischen Liste zumindest etwas Ordnung.
Mehr Barrierefreiheit
Weitere Arbeit floss in die Barrierefreiheit der Benutzeroberfläche. Deren Elemente liefern einen sogenannten Accessible Identifier, über den sich das jeweilige Element und sein Zweck eindeutig bestimmen lassen. Diese Informationen können dann wiederum von anderen Hilfsprogrammen wie etwas Screenreadern ausgewertet werden. Die Seitenleiste zur Prüfung der Barrierefreiheit eines Dokuments gibt überarbeitete Warnungen und Fehlermeldungen aus, die Warnungen lassen sich auf Wunsch unterdrücken. Die Farbe von Zeichen, die vom Druck ausgeschlossen sind, sowie die Hintergrundfarbe von Kommentaren dürfen Anwender ab sofort selbst festlegen.
Änderungen in den einzelnen Anwendungen
Alle übrigen Neuerungen verstecken sich im Detail. In der Textverarbeitung Writer hat vor allem der Navigator hinzugelernt. Er verfolgt Kommentare, wenn man den Fokus auf die Kommentare legt. Des Weiteren kann man über ihn alle Inhalte eines ganz bestimmten Typs löschen – damit sind beispielsweise schnell alle Überschriften Geschichte. Writer jongliert bei einer angeknipsten Änderungsverfolgung besonders viele angefallene Änderungen deutlich besser.
In der Tabellenkalkulation Calc hilft ein neues Dialog-Fenster bei der Auswahl und dem Entfernen von doppelten Datensätzen. Solver-Modelle lassen sich in Tabellen speichern und eine neue Funktion schützt Pivot-Tabellen, Pivot-Diagramme und AutoFilter.
Im Präsentationsprogramm und dem Zeichenmodul lassen sich Objekte einfacher auf der Seitenmitte zentrieren. Ein überlaufender Text in den Präsentationsnotizen schneidet Impress beim Druck nicht mehr ab. Verbesserungen gab es auch bei den Präsentationsvorlagen, die jetzt sichtbare Elemente in den Masternotizen und Masterhandzetteln besitzen.




