Der Kreditversicherer Allianz Trade hat Zahlen aus seiner aktuellen Schadensstatistik veröffentlicht und warnt vor immer mehr Fällen und höheren Schäden. Dabei würden die Wirtschaftskriminellen gezielt KI benutzen.
Der Kreditversicherer Allianz Trade hat Zahlen aus seiner Schadensstatistik veröffentlicht und warnt vor immer mehr Fällen und höheren Schäden. Dabei würden die Wirtschaftskriminellen gezielt KI einsetzen.
Besonders die Fake-President-Masche, bei der sich der Betrüger fälschlicherweise als Vorgesetzter ausgibt, boomt. Bereits im Jahr 2023 waren die Fallzahlen um knapp ein Drittel (+31 Prozent) gestiegen, 2024 haben sich die Schäden verdreifacht und 2025 sind sie um weitere 81 Prozent gestiegen – trotz rückläufiger Fallzahlen. Insbesondere bei solchen Social-Engineering-Betrugsfällen setzen die Kriminellen vermehrt KI ein. Insgesamt stiegen die Schäden durch alle sogenannten Social-Engineering-Betrugsmaschen 2025 um 60 Prozent.
Dank gut gefüllten Regalen im Darknet müssen die Kriminellen selbst nicht mehr über fundierte Spezialkenntnisse verfügen. “Kriminelle brauchen in vielen Fällen keine größeren IT- oder Coding-Kenntnisse”, sagt Dirk Koch, Certified Ethical Hacker und Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Bytelaw. “Entsprechende Tools gibt es im Darknet quasi von der Stange und zu inzwischen vergleichsweise kleinen Preisen. Oft setzen die Kriminellen die Unternehmen in zwei Zügen schachmatt: Über extrem gut gemachte Phising- und Vishing-Angriffe mit Hilfe von KI-Tools verschaffen sie sich zunächst Zugang zu den Systemen. Das öffnet für die dann folgenden Social-Engineering-Angriffe Tür und Tor.”
Aber nicht nur externe Hacker stellen eine Gefahr dar, sondern die droht auch von eigenen Mitarbeitern. Die sogenannten Innentäter richten die meisten (60 Prozent) und 2025 auch die größten Schäden (65 Prozent) an.






