KDE- und KOffice-Entwickler wollen das Open Document Format (ODF) durch verbesserte Einbindung in die Desktopumgebung und die KOffice-Suite stärken. Dazu trifft sich das KOffice-Team am 12. und 13. Mai in Berlin.
Ein Grund für das Arbeitstreffen sei unter anderem der Vorstoß Micrsofts zur Standardisierung eines eigenen, offenen, XML-basierten Dokumentenstandards, der die Etablierung von ODF beeinträchtigen könnte. Dies könne nur durch verbesserte Implementation und Interoperabilität verhindert werden, schließlich sei die nächste KOffice-Generation mit der kommenden Version 4 der kelibs und dem neuen QT auch auf Mac OS X und Windows einzusetzen. Darum treffen sich die Entwickler um die neuen Möglichkeiten der neuen KDE 4-Plattform in Bezug auf ODF auszuloten und möglichst viel ODF-bezogenen Programmierarbeit zu leisten.
Mit dabei wird auch Aaron Seigo sein, der die kdelibs und andere Teile von KDE auf dem Treffen vertritt. Aus dieser Richtung stammt die Idee, eine Bibliothek analog zu den kdepimlibs zu entwickeln, die es erlaubt, ODF-Dokumente systemweit unter KDE zu nutzen. Der Name dieser neuen Bibliothek könnte kdedoclibs lauten. Die Idee wurzelt in der Überlegung, warum nicht auch andere Anwendungen, das in KOffice voll unterstützte Format nutzen sollten, sodass diese auch ODF-Dateien erzeugen und anzeigen könnten. Sinnvolle Anwendung der Bibliothek sehen die Entwickler beispielsweise beim Dokumentenbetrachter okular und im KDE-Edu-Projekt.
Die OpenDocument-Bibliothek wird zum Start von KDE 4 noch nicht fertiggestellt sein. Ein vorläufiges Ziel ist jedoch, das Design und erste Implementierungen für KOffice 2.1 und KDE 4.1. zu beenden. Über den Verlauf der Entwicklung wollen die Entwickler regelmäßig informieren.




