Mit der European Open Science Cloud (EOSC) entsteht seit Anfang des Jahres eine europaweite Cloud-Plattform, auf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Forschungsdaten speichern, teilen, nutzen und wiederverwenden können. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bringt seine Expertise an mehreren Stellen ein.
Die Europäische Kommission investiert in den nächsten Jahren mehrere Hundert Millionen Euro in den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, deren Ziel es ist, einen einfachen, disziplin- und länderübergreifenden Austausch wissenschaftlicher Daten zu ermöglichen, um die europäische Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu unterstützen und den etwa 1,7 Millionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Europa bessere Bedingungen und IT-Dienste zur Transformation von Daten zu Wissen zur Verfügung zu stellen. Hierfür arbeiten mehr als 75 Forschungspartner zusammen.
Das Steinbuch Centre for Coputing (SCC) am KIT verfügt über langjährige Erfahrung im Management sehr großer wissenschaftlicher Datenmengen, etwa mit GridKa für den weltweit größten Teilchenbeschleuniger, den Large Hadron Collider (LHC), am CERN in Genf oder auch durch die Koordination der Helmholtz-Data Facility (HDF). In der HDF werden bereits jetzt Forschungsdaten der Helmholtz-Gemeinschaft gespeichert, so wie es die EOSC für ganz Europa plant.
Rund um das zentrale Angebot des Speicherns und den Austausch der Daten wird eine unterstützende Service-Infrastruktur entstehen, die etwa Dateitransfer-Lösungen für sehr große Datenmengen, oder auch den Anschluss an Hochleistungsrechner beinhaltet, so dass die Daten direkt analysiert werden können. Auch hier bringt sich das KIT ein und verantwortet ein Arbeitspaket zum IT-Service-Management.




