Kein Fortschritt bei Open Office

Der Entwurf eines Quartalsberichts des Apache Open Office Project Management Commitee (PMC) an das Apache Board belegt den Niedergang des Projekts.

Die Berichterstatter geben sich besorgt darüber, dass an allen Fronten zählbare Fortschritte ausgeblieben sind. Das Komitee arbeite an einem Konsens über den weiteren Weg, heißt es nichtssagend in dem Dokument. Angeblich sollen noch 140 Entwickler beteiligt sein, es ist aber sehr fraglich, wie viele davon wirklich noch mitarbeiten – das letzte Update ist jedenfalls fast ein Jahr alt, der Zeitplan für die Folgeversion wurde nicht eingehalten und selbst auf einen Patch für eine sehr kritische Sicherheitslücke (CVE-2015-1774) wartet man seit Monaten vergeblich. Spannend bleibt, ob das Apache Board angesichts der eigentlich nicht geduldeten Stagnation des Projektes Konsequenzen ziehen wird.
In Libre Office ist die besagte Lücke seit dem Frühjahr geschlossen. Überhaupt kann diese Version der freien Bürosoftware wohl endgültig das Rennen für sich entscheiden. Die unter dem Dach der gemeinnützigen Stiftung The Document Foundation entwickelte Spielart des früheren  Open Office/Star Office von Sun liegt sowohl bei der Häufigkeit der Updates als auch bei Zahl der Entwickler und eingereichten Changesets weit vor OpenOffice und veröffentlicht im Unterschied zu diesem regelmäßig Updates.

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