KDE veröffentlicht Plasma 6

Mit Plasma 6 hat KDE das nächste große Update der Desktopumgebung veröffentlicht. Zu den großen Upgrades zählen der Übergang zur neuesten Version 6 des Anwendungs-Frameworks Qt und eine Migration auf die Linux-Grafikplattform Wayland.

Plasma 6 markiert nach rund 10 Jahren den Sprung auf eine neue Versionsnummer. Plasma 5 erschien 2014. Mit dem Umstieg von X11 auf Wayland als Display-Server ist damit auch ein Wendepunkt erreicht. X.11 ist aber weiterhin von Plasma 6 unterstützt.

Mit Wayland verbinden die Entwickler unter anderem teilweise Unterstützung für High Dynamic Range (HDR). Auf unterstützten Monitoren und in unterstützter Software seien dadurch sattere und tiefere Farben für Spiele, Videos und visuellen Kreationen möglich.

Neue Panel-Settings in Plasma 6. Quelle: KDE

Zu den weiteren Neuerungen zählt, dass das Panel jetzt standardmäßig schwebend ausgelegt ist, was sich aber über die neu gestalteten Panel-Einstellungen auch anders konfigurieren lässt. Dazu zählt auch, dass sich Bedienfelder mit einem neuen intelligenten Modus zum automatischen Ausblenden (“Fenster ausblenden”) konfigurieren lassen, der sie ausblendet, wenn Fenster sie berühren.

Mit der neuen Version gehen auch einige Änderungen der Default-Einstellungen einher, die die Benutzung vereinfachen sollen. Auch diese Änderungen seien wieder so zu konfigurieren, wie sie in Plasma 5 waren, heißt es in den Release Notes.

Zu den Änderungen der Standards zählen die Entwickler, dass sich Dateien und Ordner jetzt mit einem Einfachklick auswählen und mit einem Doppelklick öffnen lassen. Tippen und Klicken auf dem Touchpad ist unter Wayland standardmäßig aktiviert, heißt es weiter und Wayland sei die standardmäßige grafische Sitzung. “Thumbnail Grid” sei jetzt der neue Standardstil für den Task Switcher und ein Klicken auf die Scrollbar-Spur scrolle nun an die angeklickte Stelle. Zudem schalte Scrollen auf dem Desktop schaltet nicht mehr zwischen virtuellen Desktops um.

Weitere Änderungen und Neuerungen fassen die Release Notes zusammen. Plasma 6 dürfte nun schrittweise in den Linux-Distributionen landen, die auf Plasma setzen.

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