Die an Sicherheitsexperten und Pentester gerichtete Distribution Kali Linux offeriert elf neue Tools, zudem hat der Umstieg auf Python 3.12 begonnen. Die NetHunter-Edition unterstützt Geräte mit Qualcomms SoC Snapdragon SDM845.
Erstmals verfügbar sind die Werkzeuge Goshs, Graudit, Gsocket, Hekatomb, Mxcheck, Netexec, Netscanner, Obsidian, Sippts, Sprayhound und Sqlmc.
Im Hintergrund läuft der Kernel 6.8. Eine Ausnahme bilden einige ARM-Fassungen. So läuft auf dem Raspberry Pi 5 ab sofort der Kernel 6.6. Auf dem Pinebook macht der Kernel sogar eine Rolle rückwärts auf die Version 6.1. Notwendig wurde dies, weil die Grafikausgabe unter neueren Kernel-Versionen nicht mehr fehlerfrei funktionierte.
Kali NetHunter ist eine Kali-Linux-Variante für Smartphones. Aufgrund von Arbeiten an der Build-Infrastruktur steht dessen aktualisierte Version 2024.3 erst in Kürze zum Download bereit. Diese NetHunter-Fassung wird erstmals Geräte mit Qualcomms Snapdragon SDM845 unterstützten. Im Einzelnen nennen die Entwickler das OnePlus 6/6T, SHIFT SHIFT6mq und das Xiaomi Pocophone F1 (alias Poco F1).
Kali Linux 2024.3 bringt damit für Nutzer zwar nur wenige Neuerungen, die Entwickler arbeiten jedoch derzeit im Hintergrund an wesentlichen Aktualisierungen. Unter anderem stehen die GCC 14 sowie Python 3.12 ins Haus. Mit dem Umstieg auf Python 3.12 werden allerdings auch einige veraltete Python-APIs wegfallen. Darüber hinaus gelingt die Installation von zusätzlichen Python-Paketen nicht mehr über „pip“. Dies hatten die Kali-Entwickler bereits im Juli angekündigt. Etwas Zeit haben Kali-Anwender allerdings noch: Der Wechsel zu Python 3.12 steht erst mit dem kommenden Kali Linux 2024.4 an.



