Jitsi-Videobridge2 gilt als stabil

Jitsi-Videobridge2 wurde vom Jitsi-Meet-Projekt bereits vor einigen Tagen als stabil erklärt. Nun weist auch Github eine stabile Version aus.

Gestern haben die Jitsi-Entwickler die Version 2.1-157 von Jitsi-Videobridge (JVB) auf Github als stabil markiert. Die Videobridge ist Teil von Jitsi Meet, das häufig aus vier Diensten besteht: Neben der Videobridge kommen Prosody (ein XMPP-Server), Jicofo (Jitsi Conference Focus) und als Server wahlweise Nginx oder Apache2 zum Einsatz.

In einem Thread des Community-Forums hatten die Entwickler JVB2 bereits vor zwei Wochen als stabil erklärt und damals auf die Version 2.1-142 verwiesen. JVB2 komme auf dem vom Projekt selbst betriebenen Servern auf meet.jit.si zum Einsatz, die zum Beispiel auch Androids Jitsi-Meet-App voreingestellt verwendet. Dort habe sich die JVB2 in monatelangen Tests als stabil erwiesen.

Bessere Performance

Die neue Version behebt vor allem so genannte “technische Schulden”, also suboptimale Programmier-Lösungen, die in JVB zum Einsatz kamen. Damit wird es einfacher, Verbesserungen an der Videobridge vorzunehmen. Zugleich bringt sie Performance-Verbesserungen mit und löst größtenteils die Abhängigkeit von Libjitsi. Weitere Details zu JVB2 gibt es hier.

Unter einem Debian 10 mit Nginx als Server lässt sich die alte recht einfach gegen die neue Videobridge austauschen:

apt-get remove jitsi-meet
apt-get install jitsi-videobridge2

Über Systemd lässt sich anschließend der Dienst “jitsi-videobridge2.service” starten (Abbildung).  Der Wechsel klappte in einer bestehenden Installation reibungslos.

 

 

Jitsi Meet erlaubt verschlüsselte Transport-Verbindungen zwischen mehreren Teilnehmern. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, da das WebRTC-Protokoll E2E für mehrere Parteien nicht unterstützt. Lediglich als P2P markierte Telefonate zwischen zwei Teilnehmern sind tatsächlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Bei Jitsi Meet entschlüsselt die Videobridge momentan noch auf dem Server den Datenstrom. Allerdings lässt sich die Videobridge, anders als bei Zoom, Skype und Google Hangouts, auf selbst kontrollierten Servern betreiben. Wie das geht, beschreibt unter anderem diese Installationsanleitung.

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