Ist die CUPS-Entwicklung eingeschlafen?

Das maßgeblich von Apple betreute Common Unix Printing System kümmert sich auf Linux- und Mac-Systemen um den Druck. Seitdem der CUPS-Erfinder Michael Sweet im Dezember Apple verlassen hat, steht die Weiterentwicklung von CUPS jedoch weitgehend still.

Die letzte CUPS-Version erschien im April 2020, die lediglich zwei Fehler korrigierte. Die letzten größeren Änderungen gab es im Dezember 2019 – kurz bevor der Hauptentwickler Michael Sweet bei Apple ausschied. Sein Weggang verdeutlicht eindrucksvoll, dass die meiste Arbeit von ihm geleistet wurde. Sweet war 2007 zu Apple gewechselt. Das Unternehmen hatte damals den Quellcode von CUPS gekauft, die Lizenzierung unter der GPL beibehalten und Sweet für die Weiterentwicklung verpflichtet.
Ob sich der Stillstand ändert, ist derzeit nicht bekannt. Das Internetportal Phoronix hält es für möglich, dass Apple den Quellcode intern weiterentwickelt.

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Till Kamppeter
5 Jahre her

Ich bin Till Kamppeter, Leiter des OpenPrinting-Projektes (habe auch vor vielen Jahren einige Artikel im Linux Magazin geschrieben), ich arbeite seit Mitte 2000 eng mit Michael Sweet zusammen. Michael Sweet hat Anfang 2020 seine eigene Firma, Lakeside Robotics in Kanada gegründet, Schwerpunkt 3D-Drucken. Er arbeitet aber auch auf dem Gebiet des Druckens mit freier Software weiter und an offenen Standards für das Drucken (bei der Printer Working Group, PWG), insbesondere dem Internet Printing Protocol, IPP, der Basis für treiberloses Drucken (AirPrint, IPP Everywhere, Mopria, Wi-Fi Direct Print). Insbesondere hat er sich schon seit vielen Jahren mit der Abschaffung der völlig… Mehr »

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