Viele größere und kleinere neue Features bringt die aktuelle Release von Inkscape mit, die Bryce Harrington veröffentlicht hat.
So rendert die Cairo-Bibliothek nun die Anzeige und den PNG-Export schneller und setzt dabei auf Caching. Auch SVGs cacht Inkscape, was die Darstellung beschleunigt. Zugleich belegt es zum Teil 75 Prozent weniger Speicher, wenn es komplexe Zeichnungen öffnet.
Alle Filter lassen sich mit Open MP Multithreading betreiben, nutzen dann alle verfügbaren Prozessorkerne, was das Bearbeiten großer Bilder beschleunigt. EMF und WMF Eingabe- und Ausgabefilter funktionieren plattformübergreifend, EMF-Dateien lassen sich also zwischen Windowsanwendungen, die in Wine laufen und Linux hin und her kopieren.
Es gibt einen Grauskalen-Modus, Änderungen am Node-Tool und ein neues Messtool. Das Text-Tool verwendet nun Punkte (pt) als Standardeinheit für die Größe, eine Toolbar zeigt mögliche Stilvarianten für einen Font. Zu den unterstützten Exportformaten gehören Flash XML Graphics (FXG), Synfig Animation Studio (SIF), HTML 5 Canvas, importieren lassen sich Visio- und Corel-Draw-Dateien (VSD, CDR).
Überhaupt gibt es zahlreiche derartige Änderungen, die insgesamt die Bedienung von Inkscape erleichtern, eine komplette Liste wartet hier. Wer Inkscape 0.91, das unter der GPLv2 steht, testen möchte, findet den Quellcode unter diesem Downloadlink.
Update [27.2., kki]: Wie in den Kommentaren richtig bemerkt, braucht Inkscape in bestimmten Fällen nur 25 Prozent des Speichers der Vorgängerversion, also 75 Prozent weniger RAM. Wir haben das korrigiert.




