Docker läuft auch auf der ARM-Plattform Raspberry Pi. Wer diesen Use Case in Betracht zieht, kann sich Hypriot OS 1.0.0 installieren, eine eigens für Docker auf dem Raspi gebaute Distribution.
Der Einsatz von Docker auf den Vertretern der Raspberry-Pi-Familie ist nicht erst seit der aktuellen Version 1.12.1 möglich, die Hypriot OS installiert. Die Macher der Debian-basierten Distribution versprechen in ihrer Ankündigung, auch die Performance, Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit von Docker auf den Minirechnern zu verbessern.
Man höre nicht bei “docker run” auf, das bereits seit einer Weile auf dem Raspberry Pi funktioniere. Vielmehr verwende man zusätzlich einen auf Docker optimierten Kernel. Tatsächlich handelt es sich um Dual Kernel für ARMv6 und ARMv7, die dafür sorgen, dass Hypriot auf sämtlichen Raspi-Modellen läuft. Zudem setze man die passenden Konfigurationseinstellungen und optimiere den Download- und Installationsprozess der Distribution. Dabei sei Hypriot OS kleiner als die kleinste Version von Raspbian Lite (232 MByte).
Hypriot 1.0.0 bringt Docker 1.12.1 im Swarm-Modus mit, was es erleichtert, Cluster auf Dockerbasis zu bauen. Das Flash-Tool lässt sich über ein einziges Kommando steuern, die Umgebungskonfigurationen (etwa des WLAN) lassen sich nach dem Flashen in einer Yaml-Datei unter “/boot/device-init.yaml” setzen. Dank “device-init” verbindet sich die Himbeere dann direkt nach dem ersten Booten mit dem WLAN. Das Gerät lässt sich dann über “ping black-pearl.local” aufspüren.
Auch in Sachen Sicherheit wollen die Macher punkten. Es gibt keinen User namens “root”, stattdessen heißt der Standardnutzer “pirate”, das Passwort lautet “hypriot”. Die Hypriot-Entwickler raten dringend dazu, das Passwort nach der Installation zu ändern und für den für den SSH-Zugriff die Passwort-Identifikation zu deaktivieren und Pre-shared-Keys zu verwenden.
Wer sich das Ganze mal ansehen möchte, sollte auf der Seite mit den Announcement starten.
[Update, 14.9.]: Namenskorrektur im Titel






