Hyperledger Fabric 1.4: Neue REST-Endpoints, ein Jahr Support

Mit Fabric 1.4 veröffentlicht das Hyperledger-Projekt eine erste Ausgabe mit längerem Support. Die bringt neue REST-Endpoints mit und verbessert die Dokumentation.

In der Ankündigung ist von Langzeit-Support die Rede. Das ist aber angesichts des anvisierten Support-Zeitraums von einem Jahr etwas übertrieben. LTS-Distributionen erhalten zum Beispiel fünf Jahre und mehr Support. Dennoch: Die Entwickler unterstützen Fabric 1.4 bis zum Januar 2020 mit Updates. Die schlagen sich in Minor- Version-Nummern nieder, also 1.4.1, 1.4.2 und so weiter.

An Neuerungen bringt Fabric 1.4 einen REST-basierten Operations Service mit. Der bietet Betreibern (Operators) über REST-Endpoints drei Dienste an, um Peers und Orderer zu verwalten und zu beobachten. Über den “/logspec”-Endpoint setzen Operatoren Loglevel für Peer- und Orderer-Knoten fest. Der “/healthz”-Endpoint erlaubt es Operatoren und Container-Orchestrierungsdiensten, festzustellen, ob Peers und Orderer gesund und am Leben sind. Statsd und Prometheus verwenden schließlich den “/metrics”-Endpoint. Darüber rufen sie Betriebsmetriken zu Peers und Orderern ab.

Einfacher dezentralisieren

Mit Fabric 1.4 sollen sich außerdem dezentralisierte Anwendungen einfacher programmieren lassen. Dazu haben die Entwickler das Programmiermodell im Node.js SDK und Node.js-Chaincode verbessert und vereinfacht. Neue NPM-Pakete bieten einen höheren Abstraktionsgrad für Entwickler. Ein Tutorial zum Schreiben einer ersten Anwendung wurde an die aktualisierte Software angepasst.

Zugleich reflektiert auch die Dokumentation Veränderungen optimaler. Sie hangelt sich neuerdings an einem fiktiven Netzwerk aus Papierherstellern entlang. Das konkret ausgestaltete Beispiel soll den Einsatz von Blockchains und Smart Contracts für Entwickler in Unternehmen transparenter machen.

Private Daten in der Blockchain

Nicht zuletzt haben die Entwickler am Umgang mit privaten Daten (Private Data) gearbeitet. Diese Daten sind nicht Teil der Transaktionen oder Blocks, die an alle Peers im Netzwerk gehen. Sie sollen es auch nicht sein, weil nicht alle Peers im Netzwerk Zugriff auf sämtliche Daten erhalten sollen. Vielmehr regeln so genannte Collections, welche Peers Zugriff auf welche privaten Daten haben. Diese privaten Daten verteilen so genannte Endorsing Peers nach festgelegten Regeln.

Für Fabric 1.4 gibt es zwei neue Features: Reconciliation und Client Access Control. Das erste Feature sorgt dafür, dass Fabric neuen Peers einer Collection, die damit Zugriffsrechte auf bestimmte private Daten erhalten, auch die privaten Daten vorheriger Transaktionen zustellt. Die Client Access Control ändert für die Mitglieder von Collections automatisch die Zugriffsrechte im Chaincode, oder die Chaincode-Logik selbst ändern zu müssen. Beide Features funktionieren nur mit Fabric-Peers ab Version 1.4.

Der Quellcode zum neuen Fabric 1.4 findet sich auf Github. Dort warten auch weitere Informationen zur neuen Release, die sich zum Beispiel etwa ausführlich mit den neuen Logging-Optionen beschäftigen.

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