Der Digitalverband Bitkom hat mehr als 500 ITK-Unternehmen befragt, wo sie die Hürden sehen, die Frauen beim Einstieg in Digitalberufe zu meistern haben. Der Verband hat zudem einen Leitfaden veröffentlicht, der Lösungsansätze und Best Practices für die Anwerbung von Frauen für die Digitalberufe vermitteln sollen.
Laut der repräsentativen Befragung zählen zu den Hürden für Frauen neben einer mangelnden Betreuungsinfrastruktur (76 Prozent) vor allem traditionelle Rollenbilder in den Unternehmen (73 Prozent) sowie Hindernisse beim Quereinstieg (57 Prozent). 55 Prozent machen eine schlechtere Selbstvermarktung von Frauen als Hemmnis aus, Hürden beim Wiedereinstieg von Frauen sehen 53 Prozent. Eine Bevorzugung der männlichen Mitarbeiter gegenüber ebenso leistungsfähigen Kolleginnen sehen 49 Prozent.
Aus Sicht von 47 Prozent der Unternehmen erschweren fehlende Netzwerke für Frauen die Erhöhung des Frauenanteils, eine ungenügende Qualifikation stellt für44 Prozent ein Problem dar. Eine unzureichende Sensibilisierung der Führungskräfte, die Personalentscheidungen treffen, geben 42 Prozent an, ungünstige Arbeitszeiten und Präsenzkultur nennen 35 Prozent.
Ein Bitkom-Leitfaden will zum Thema Frauen und Digitalwirtschaft auf 30 Seiten Best Practices und niedrigschwellige Ansätze aufzeigen. Dabei würden unternehmensinterne und unternehmensexterne Lösungen und Angebote vorgestellt.



