Google hat aus Versehen Exploit-Code veröffentlicht, der eine noch ungepatchte Schwachstelle in auf Chromium basierenden Browsern wie Googles Chrome, Microsofts Edge, Brave oder Opera ausnutzt. Millionen Nutzer sind betroffen.
Die Sicherheitsforscherin Lyra Rebane hatte die Sicherheitslücke entdeckt und bereits im Dezember 2022 vertraulich an Google gemeldet. Die Lücke, für die es bislang offenbar noch immer keinen Patch gibt, soll sich im sogenannten Fetch-Subsystem befinden, das für Downloads großer Dateien im Hintergrund zuständig ist. Sie soll es ermöglichen, über manipulierte Websites Schadcode auf den Rechnern der Browsernutzer zu installieren. Der wiederum könnte für die Überwachung der Anwender, für DDoS-Angriffe oder auch für den Aufbau eines Botnetzes genutzt werden.
Google hat den Code inzwischen zwar wieder aus dem Chromium-Bug-Tracker entfernt, über Internet-Archiv-Dienste bleibt er aber einsehbar. Einstweilen sollten Nutzer von Chromium-basierten Browsern besonders aufmerksam surfen und darauf achten, ob grundlos Download-Pop-ups oder Fehlermeldungen erscheinen.





