Google streicht Third-Party-Cookies und deren Alternativen

Google hat angekündigt, Cookies von Drittanbietern und alternative Technologien zum Tracken einzelner Nutzer in seinem Chrome-Browser nicht mehr zuzulassen.

Quelle: Google

In einem von Google-Manager David Temkin als Schritt hin zu einem Internet mit mehr Privatsphäre deklarierten Schritt hat der Konzern angekündigt, Cookies von Drittanbietern und auch alternative Technologien zum Tracken einzelner Nutzer in seinem Chrome-Browser nicht mehr zuzulassen.

Temkin ist bei Google der Director Product Management, Ads Privacy and Trust und als solcher für den Datenschutz zuständig und auch das Vertrauen der Nutzer in die Technologie. Und dieses Vertrauen sei beschädigt, schreibt Temkin in seinem Beitrag zu den geplanten Änderungen im Umgang mit Cookis. Laut einer Studie von des Pew Research Centers glaben 72 Prozent der Nutzer, dass fast alles, was sie online unternehmen, von Werbetreibenden, Firmen oder anderen Stellen getrackt wird. 81 Prozent sind zudem der Meinung, dass das potenzielle Risiko der Datensammlung deren mögliche Vorteile bei Weitem überwiege.

Google wolle deshalb auf Third-Party-Cookies verzichten und arbeite stattdessen an einer Privacy Sandbox, die dem Nutzer Anonymität verspricht, den Werbetreibenden und Publishern aber dennoch Daten liefere.

Temkin macht in seinem Blogpost klar, dass Google bei den Cookies von Drittanbietern eine harte Linie fahre und nicht gewillt sei, sich alternativen Technologien wie User-Level Identifiers und dergleichen anzunehmen. Dem Konzern sei klar, dass man damit eventuell ein weniger ergiebiges Level an Daten liefere als andere Provider. Man sehe sich damit aber im Einklang mit dem wachsenden Bedürfnis der Nutzer nach Privatsphäre und auch den wachsenden Anforderungen von Datenschutzrichtlinien der Länder.

Google experimentier in seiner Privacy Sandbox mit dem Federated Learning of Cohorts (FLoC). Statt Profile einzelner Nutzer über Third-Pary-Cookies anzulegen, verschleiert FLoC das Verhalten über einen Hash-Wert im Browser und verbindet den mt ähnlichen Hashwerten anderer Nutzer. Damit bekommen Werbetreibende Daten von Gruppen mit vergleichbaren Gewohnheiten, ohne das ein Individuum auszumachen ist. FLoC setzt auf Machine Learning. Googles Chrome-Browser soll laut Temkin im zweiten Quartal mit FLoC-Tests für Werbetreibende beginnen.

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