Der Suchmaschinenanbieter Google hat das Software Development Kit (SDK) für seine mobile Plattform Android aktualisiert. Die Entwickler haben neue Funktionen hinzugefügt und bereits vorhandene verbessert.
Das Mitte November 2007 veröffentlichte SDK bekommt mit dem Update unter anderem eine neue Benutzeroberfläche. Zusätzlich können Entwickler nun auf Layout-Animationen zugreifen. Ebenfalls neu sind die Geo-Coding-Funktionen “android.location.Geocoder”. Sie dienen zum Beispiel dazu, Adressen und Orte mit GPS-Koordinaten zu verknüpfen. Denkbar ist auch die Verbindung von Standort-Daten mit den Koordinaten von Unternehmen, um dem Anwender später zielgerichtete Werbebotschaften zukommen zu lassen oder ihm den Weg zur nächsten Pizzeria zu weisen. Im Multimedia-Bereich sind neue Codecs hinzugekommen, so dass Android jetzt mit den Formaten OGG-Vorbis, MIDI, XMF, iMelody, RTTL/RTX und OTA zurande kommt. Eine Überarbeitung hat das Eclipse-Plug-In erfahren.
Mit dem SDK können Entwickler bereits jetzt Anwendungen programmieren und in einem Emulator testen. Erste Prototypen wurden auf der CES in Las Vegas und dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. Android ist ein neues Betriebssystem für mobile Geräte auf Basis des Linux-Kernel 2.6. Das System entstand in Zusammenarbeit mit der Open Handset Alliance, in der zur Zeit über 30 Hersteller an der neuen Plattform zusammenarbeiten.
Das SDK steht unter code.google.com zum Download bereit. Umfassende Informationen über alle Änderungen führen die Release Notes auf. Wer sich nur für die Änderung an der Android-API interessiert, kann auf einen separaten Überblick zurückgreifen.




