Version 2.0.0 der Sicherheitsbibliothek GnuTLS verbessert den Zugriff auf X.509-Zertifikate und aktualisiert die unterstützten Kryptoverfahren unter anderem um RSA mit SHA-256/384/512.
Neuerdings ist sie leichter auch auf anderen Plattformen wie Windows und MacOS X einzusetzten und liefert ein erweitertes Handbuch mit.
Die Bibliothek für Sicherheit implementiert den TLS-Standard RFC 2246 (Transport Layer Security), der bei vielen Anwendungen zur zertifikatsbasierten Verschlüsselung eingesetzt wird. Typische Anwendungen umfassen den gesicherten Abruf von Webseiten (HTTPS) oder von E-Mail (IMAPS).
Die Entwickler um Simon Josefsson weisen darauf hin, dass SSL 2.0 in Expertenkreisen als unsicher gilt und daher mindestens die Implementationen der Standards nach TLS 1.0 oder SSL 3.0 in Anwendungen eingesetzt werden sollten. Aus diesem Grunde werde dieser Betriebsmodus von GnuTLS auch nicht unterstützt, lässt das Projekt wissen. Der kommende Standard TLS 1.2 ist als RFC 4346 noch nicht verabschiedet, wird aber in einer Vorabversion bereits von GnuTLS implementiert.
Das unter der LGPLv2 veröffentlichte GnuTLS gilt als Alternative zu OpenSSL, das unter der Apache License steht. Einige Entwickler sehen rechtliche Probleme darin, GPL-lizensierte Anwendungen zusammen mit einer Bibliothek unter der Apache-Lizenz zu linken.




