Mit der Veröffentlichung der Gnu C Library (Glibc) in Version 2.34 haben die Entwickler unter anderem die Funktionen einiger Bibliotheken in der libc untergebracht.
In der Ankündigung nennt Carlos O‘ Donell die Bibliotheken libpthread, libdl, libutil und libanl, deren Funktionen nun in der Hauptbibliothek libc integriert sind. Damit sollen unter anderem reibungslosere In-Place-Upgrades möglich sein und auch die Implementierung der Laufzeitumgebung werde einfacher. Das bedeute auch, dass neue Anwendungen nicht mehr mit -lpthread, -ldl, -lutil, -lanl gelinkt werden müssen. Damit die Rückwärtskompatibilität gewährleistet bleibe, stelle man mit libpthread.a, libdl.a, libutil.a und libanl.a leere statische Archive bereit, damit die Linker-Optionen weiterhin funktionieren. Anwendungen, die gegen Glibc 2.33 oder ältere Versionen gelinkt worden seien, würden so weiter die entsprechenden gemeinsamen Objekte laden, die nun leer seien.
Die Entwickler zählen zudem einige neue Funktionen zu den neuen Features. Für Linux etwa die Funktion close_range, mit der das effiziente Schließen von Dateideskriptoren auf neueren Kerneln möglich werde.
Neben neue Features enthält die Glibc 2.34 auch Bugfixes und es wurden einige veraltete Bereiche entfernt. Die Release Notes nennen die Details.



