Genau 15 Jahre ist es her, dass Linux-Erfinder Linus Torvalds sich für 10 Tage in Klausur begab und anschließend mit einer ersten Fassung des verteilten Versionsverwaltungssystems Git wieder auftauchte.
Einer der Gründe für Torvalds Initiative war eine Lizenzänderung des bislang verwendeten Bitkeeper, das damit nicht länger kostenlos nutzbar war. Torvalds suchte aber auch nach einem effizienteren Weg, den Code des Linux-Kernels zu verwalten. Aus diesem Grund verwarf er auch weitere bestehende Software als nicht leistungsfähig genug, etwa das Projekt Monotone. Git gilt als Eigengewächs von Torvalds ohne weitere Codebestandteile anderer Projekte. Im Juni 2005 hat Torvalds den ersten mit Git verwalteten Linux-Kernel freigegeben.
Der Projektname Git, was im Englischen für Depp oder Blödmann steht, entspricht dem Torvalds‘schen Humor. Er sei ein egoistischer Bastard und benenne alle seine Software-Projekte nach sich selbst.
Git hat sich schon bald als Motor für die Software-Entwicklung erwiesen. Selbst Microsoft verwendet seit 2017 Git für die Windows-Entwicklung. Entwicklerportale wie Gitlab und das inzwischen von Microsoft übernommene Github setzen es für ihre Services ein.



