Die 2007 gegründete Erfurter Entwicklerfirma Sones hat sich in einer Finanzierungsrunde einen einstelligen Euro-Millionenbetrag gesichert, der in Cloud Computing und die Open-Source-Community fließen soll.
“Mit der Finanzierung erweitern wir unser Enterprise-Segment, stocken unser nationales Vertriebsteam auf und etablieren internationale Handelskanäle”, freut sich Daniel Kirstenpfad, CTO der Sones GmbH. Auch die Community soll gestärkt werden, da sie mit ihren Ideen die Zukunft innovativer Datenhaltung und -verknüpfung mitbestimme. Wie die Community-Unterstützung genau aussehen soll, verrät er aber nicht. Für die Firma stehe dieses Jahr jedenfalls ein Ausbau der Führungsriege an sowie mehr Mitarbeiter in der Software-Entwicklung, im Marketing, Vertrieb und Consulting. Der Firmenhauptsitz soll außerdem nach Leipzig wandern. Am derzeitigen Erfurter Standort verbleibt die Abteilung Forschung und Entwicklung.
Am Investment beteiligen sich der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) als Hauptinvestor. Der TGFS investiert in Unternehmensgründungen und junge Unternehmen aus dem Hochtechnologiebereich. “Die Graphdatenbank von Sones ist eine Entwicklung, der die Zukunft gewiss ist und auf dem vielversprechenden NoSQL-Markt weiter vorangetrieben werden muss”, begründet Christian Sternitzke von der CFH Beteiligungsgesellschaft, die den TGFS verwaltet, die Investitionsentscheidung. Dazu kommt der bisherige Hauptinvestor T-Venture, das Venture-Capital-Unternehmen der Deutschen Telekom, und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW-Bankengruppe finanziert zum Beispiel Existenzgründungen und investiert in Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Mit dem von ihr verwalteten und mitfinanzierten ERP-Startfonds beteiligt sie sich nach eigenen Angaben speziell an innovativen, technologieorientierten Unternehmen mit besonderen Wachstumschancen.
Die Graph-DB-Datenbanktechnologie arbeitet ähnlich wie das menschliche Gehirn, erklärt das Unternehmen Sones seine Software: Sie verbindet Informationen, indem sie komplexe, semistrukturierte Datenmengen miteinander verknüpft. Das ermöglicht, Daten unterschiedlicher SQL-Datenbanken zusammenzuführen und in Beziehung setzen. Es gelinge ihr außerdem, unstrukturierte und semistrukturierte Daten wie Musik und Videos effizient zu speichern.
Graph DB ist nach Angaben Sones derzeit als Cloud-Lösung bei Microsoft Azure und in der Amazon Cloud erhältlich. Die aktuelle Version 1.2 datiert von Dezember 2010 (Download). Die Sones GmbH hatte Graph DB mit Version 1.1 im Juli 2010 quelloffen gemacht.





