Im Angesicht aussterbender Laufwerke sollen Probleme bei den optischen Bootmedien nicht mehr ein Fedora-Release verhindern. Darüber hinaus soll die Distribution kein Dual-Boot auf Intel-Macs unterstützen. Beide Vorschläge diskutiert gerade das Fedora-Team mit der Community.
Fedora startet unter anderem auch von DVDs und sogar CDs. Dabei eventuell auftretende Probleme behebt das Fedora-Team grundsätzlich immer erst, bevor eine neue Version der Distribution erscheint. Falls notwendig, verschiebt das Fedora-Team dazu sogar den Release-Termin. Genau dieses „Release Criterion“ möchten die Fedora-Entwickler jedoch jetzt abschaffen.
Das Booten von optischen Medien wird dabei explizit weiterhin möglich sein, eventuell auftretende Probleme blockieren lediglich nicht mehr neue Releases. Die Fedora-Entwickler wollen Fehler nach der Veröffentlichung beheben beziehungsweise sie dann als normale „Bugs“ ansehen. Der Start von USB-Medien bleibt weiterhin ein Release-Kriterium.
Des Weiteren wollen die Entwickler die Dual-Boot-Fähigkeit auf Intel-basierten Macbooks von der Liste der Release-Kriterien streichen. Auch hier geht es explizit nicht darum, die Funktion zu entfernen, Probleme mit ihr sollen lediglich nicht mehr den Veröffentlichungsprozess verhindern.
Beide Pläne hat Kamil Páral aus dem Qualitätssicherungsteam im Fedora-Form zur Diskussion gestellt. Mit ihrer Umsetzung könnten die Entwickler nicht nur Arbeitszeit sparen, sondern auch den Release-Prozess vereinfachen. Die wenigen bislang eingetrudelten Kommentare sprechen sich durchweg für beide Maßnahmen aus.




