Fedora 24 mit Flatpaks und Gnome 3.20

Fedora 24 sei kein Interim-Release, heißt es in der Ankündigung. Diese stellt einige der neuen Features der Workstation- und Servervariante vor. Auf dem Desktop sind nun System-Upgrades möglich, Openshift Origin stellt eine Containerplattform bereit.

So kommt die Workstation-Variante von Fedora mit Gnome 3.20, das laut Announcement einige Verbesserungen in der Usability vorzeigen kann. Die Eingabegeräte und Drucker lassen sich einfacher konfigurieren, zudem wurde die Suche verbessert, es gibt Fenster für Tastaturkürzel und angenehmere musikalisch Kontrollen.

Fedora 24 gibt es auch als Live-Version.

Fedora 24 gibt es auch als Live-Version.

Flatpaks sind vergleichbar mit den Snaps von Ubuntu. Fedora hat eine Vorabversion an Bord und kann installierte Flatpaks im Auge behalten. Fertig sei die Technologie noch nicht, die Entwickler wollen künftig weitere Features ergänzen. Zugleich ist die Software-App in der Lage, ein vollständiges Systemupgrade auf die nächste Fedora-Version über den Desktop vorzunehmen.

Das Fedora-Projekt arbeitet zudem weiter daran, X abzuschaffen und durch Wayland zu ersetzen. Das sei weiterhin nicht der Standard-Grafikstack, bringe aber einige Verbesserungen mit und lässt sich optional ausprobieren. Potenziell soll es in Fedora 25 zum Standard werden.

Upgrades lassen sich in Fedora 24 auch über den Desktop anschieben.

Upgrades lassen sich in Fedora 24 auch über den Desktop anschieben.

Der Installer der Serverausgabe ist kleiner, der Aufbau ist modularer. Ein Major-Feature sei Free-IPA 4.3, das eine vereinfachte Replica-Installation erlaubt. Generell verbessere Free-IPA den Umgang Replikationen. Mit Openshift Origin sei eine Plattform zum Containerbetrieb um Kubernetes herum gebaut worden. Dank ihr lassen sich Container einfach bauen und ausliefern. In Fedora 25 soll eine Infrastruktur folgen, die Anwendungen zu einem Container-Images auf auf Basis eines Docker-Base-Image von Fedora stapelt.

Wer Fedora  24 herunterladen möchte, hat die Qual der Wahl. Es gibt Spins mit den Desktops KDE Plasma, Xfce, LXDE, Mate-Compiz und Cinnamon. Zudem warten einige Special-Purpose-Collections, mit einer Softwareauswahl, die sich wahlweise auf Spiele, Robotik, Astronomie oder Astrophysik fokussiert. Daneben warten ARM-Abbilder der Desktop- und Servervariante. Zum ersten Mal erscheinen dabei die Images für die Architekturen AArch64, Power64 (“ppc64”, “ppc64le”) und s390x zum offiziellen Release-Termin und nicht etwas später. Nicht zuletzt fußt der Atomic Host nun auf Fedora 24. Interessierte finden sämtliche Images im Downloadbereich.

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