Die amerikanische Telco-Regulierungsbehörde FCC hat TP-Link verpflichtet, künftig Firmware von (Open-Source)-Drittanbietern auf seinen Routern zu erlauben. Zudem muss TP-Link im Rahmen einer Einigung eine Strafe zahlen.
Die Strafe von 200 000 US-Dollar wurde laut EFF fällig, weil TP-Link die Sendeleistung seiner WLAN-Geräte nicht nach Vorgabe der FCC auf das 2,4 GHz-Band beschränkt hatte. Zugleich und unabhängig von der Einigung hat die FCC eine neue Regel eingeführt, mit der sie auf die massive Kritik an einer Routersperre (Linux-Magazin berichtete) reagiert.
Im März 2015 hatte FCC eine Liste mit Security-Anforderungen veröffentlicht, damit Wireless-Router nicht ungewollt anderen Kommunikationsgeräten dazwischenfunken. Die Community befürchtete daraufhin, dass die Routerhersteller die Compliance-Reglungen dazu nutzen, alternative Firmware von Routern zu verbannen. TP-Link hatte bereits damit begonnen, den Weg zum Blockieren von Drittanbieter-Firmware zu beschreiten.
Die FCC hatte gegenüber der Open-Source-Firmware-Community stets darauf hingewiesen, dass die Reglungen nicht dazu gedacht seien, alternative Firmware zu verdrängen. Dank der neuen Vereinbarung scheint die Sache nun mit TP-Link geklärt, Linksys hatte ohnehin erklärt, die hauseigenen Router offen zu halten. Insgesamt ist der Schritt für die amerikanische Open-Source-Firmware-Community, und letztlich auch für die Deutsche, eine gute Nachricht.







Was soll dieser Unsinn, Herstellern vorschreiben zu wollen, welche Software auf ihren Produkten laufen können muß? Wenn es tatsächlich einen Bedarf für Router gibt, auf der Anwender “eigene” oder “alternative” Software installieren wollen, wird es genug Hersteller geben, die sich über eine neue Marktnische freuen. Durch ein solches Gesetz aber wird es aufwendiger für Hersteller) und damit teurer für Kunden) ndie Einhaltung der bereits bestehenden gesetzlichen Bedingungen mit den neuen Gesetzen in Einklang zu bringen (z.B. was bisher auf Softwareebene “limitiert” werden konnte, muß nun u.U. quasi auf Hardwareebene erfolgen).Tatsächlich bringen derlei staatliche “Regulierungen” (tatsächlich sind es ja alles Verbote)… Mehr »
Lieber Niels,du hast da etwas nicht ganz verstanden. Wenn du ein Gerät kaufst, dann ist es nicht mehr das Produkt des Herstellers, sondern dein Produkt.Beste Grüße,Armin
Nein, Du erwirbst lediglich die Dir vom Verkäufer im Kaufvertrag eingeräumten Rechte und Funktionalitäten. Wenn Du zB. eine Linux-CD “kaufte”; dann ist die darauf befindliche Software noch lange nicht “Deine”, als hättest Du sie selbst entwickelt/entwickeln lassen. Wenn ein Produktangebot nicht die von Dir erwünschten Rechte / Funktionen enthält, dann kauf es einfach nicht, statt nach dem Gesetzgeber zu schreien, der Dir den Vertrag nachträglich einseitig ändern / aufbessern soll, was ohne diese nämlich rechtlich unmöglich / rechtswidrig wäre. Und wenn Du die am Markt befindlichen Produkte, die Deine Wünsche erfüllen, nicht bezahlen willst, dann ist das Dein Problem und… Mehr »