Risc-V ist eine offene Instruction-Set-Architektur, die auch der Linux-Kernel unterstützt. Offen bedeutet in diesem Fall, dass Interessenten eigene Risc-V-Chips entwerfen und herstellen dürfen. Von Fedora 27 gibt es nun auch Risc-V-Images für Qemu.
Das Stage4-Disc-Image ist laut dem dazugehörigen Wiki-Eintrag aus “RPM-Paketen ohne kaputte Abhängigkeiten” gebaut. Dennoch erfordert es ein wenig Aufwand, die Images mit Qemu zum Laufen zu bringen. Das liegt unter anderem daran, dass das Image keinen Bootloader, Kernel oder Emulator mitbringt.
Im Risc-V-Repository wartet neben dem Image und einem README, das die Installation erklärt, ein 10-MByte-großer Kernel in Form der Datei “bbl”. Wer die Risc-V-Abbilder testen möchte, muss zunächst ein externes Repository einbinden, Qemu aktualisieren, um dann das Image im RAW-Format einzubinden. Neben dem README gibt auch das oben erwähnte Wiki noch weitere Hinweise zum Betrieb von Risc-V mit Qemu. Es erklärt zum Beispiel, wie die Nutzer weitere Pakete mit und ohne Netzwerkzugang installieren.
Hardware in Arbeit
Auch andere Distributionen schauen sich Risc-V inzwischen etwas genauer an: So arbeitet Debian ebenfalls an einem Port. Auch Hardware ist auf dem Weg. So wurde auf der Fosdem 2018 eine ASIC-Implementierung vorgestellt, der Sifive “Freedom U540” 64-Bit Pentacore SoC sowie ein zugehöriges Development Board (Hifive Unleashed). Auch lässt sich ein Rocket-Core auf einem FPGA synthetisieren.






