Das Docker-Projekt wächst und stößt organisatorisch an seine Grenzen. Nun hat das Management die Projektstruktur umgebaut und der gutmütige Diktator sich selbst entlassen.
Da sie nicht hinter verschlossenen Türen passieren sollen, hatte Solomon Hykes die Pläne zur Umstrukturierung in einem Pull Request veröffentlicht. In diesem Prozess entmachtete er sich zugleich selbst, denn als Projektgründer hatte er war bis dato die Rolle des BDFL (Benevolent Dictator For Life).
Neuerdings sollen sich drei Rollen die Projektherrschaft teilen. Es soll einen Chief Architect, einen Chief Maintainer und einen Chief Operator geben. Ziel der Veränderungen sei es, die Skalierbarkeit des Projekts auf ein Zehnfaches zu erhöhen, es offenere und zugänglicher zu gestalten und dabei inkrementell vorzugehen, heißt es in der Ankündigung.
Solomon Hykes wird der Chief Architect und kümmert sich in dieser Rolle unter anderem um die generelle Ausrichtung des Projekts. Michael Crosby wird Chief Maintainer, er kümmert sich um die Projektqualität, um die Codequalität, Sicherheit und Stabilität des Projekts. Schließlich übernimmt Steve Francia das Tagesgeschäft in Operations. Der Schritt kommt zur rechten Zeit: Nicht nur kämpft Docker, wie auch andere Projekte, mit Problemen, die dem Wachstum entspringen, es muss sich auch auf neue Mitbewerber einstellen, unter anderem von Core OS.





