In seinem jährlich veröffentlichten Sicherheitsreport hat PC-Hersteller Dell einen ansteigenden Trend von Angriffen auf Bezahlsysteme und Industrieanlagen ausgemacht.
Der Dell Security Annual Threat Report wertet eine Fülle von weltweit gesammeltenn Daten aus, die teils aus Dells eigenem Global Response Intelligence Defense-Netzwerk stammen. Honeypots, Daten von Sicherheitssensoren, Analysen von Malware , Daten von Kooperationsprojekten aus Industrie und Forschung zählen dazu.
Der Einzelhandel verzeichnete 2014 mehr Angriffe auf Infrastrukturen für Bezahlkarten in Point-of-Sale-Systemen, berichtet Dell. Der Marktforscher Forrester Research bestätigt dies und nennt für die Jahre 2013 und 2014 IT-Sicherheitslücken der POS-Systeme und deren unsichere Anbindung an Third-Party-Lösungen als die schwerwiegendsten Schwachstellen. Im Dell Report ist der Anstieg der nötigen Signaturen zum Schutz der POS-Systeme von 4 im Jahr 2013 auf 13 im Jahr 2014 Indiz für die Zunahme.
Der eigentlich der Sicherheit dienliche Trend, dass immer mehr Websites auf HTTPS-Protokolle setzen, hat bereits seinen Niederschlag in der Angreiferszene gefunden. Dort versucht man nun, über solche vermeintlich sicheren Protokolle verschlüsselte Malware zu übertragen. Gelingt dies, so der Sicherheitsreport, sind Systeme, die HTTPS-Datenverkehr nicht analysieren können, wehrlos.
Nicht zuletzt stehen Angriffe auf Industriebetriebe, die SCADA-Systeme einsetzen (Supervisory Control and Data Acquisition) um per Fernzugriff Produktionsanlagen zu steuern, in der Hitliste des Reports. Dell berichtet von einer Verdoppelung der SCADA-Attacken, die überwiegend auf Buffer-Overflow-Schwachstellen zurückgehen. Die meisten Angriffe richteten sich auf Systeme in Finnland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten, vermutlich weil SCADA-Systeme dort weiter verbreitet und verstärkt an das Internet angebunden sind, schreibt Dell.
Den vollständigen Report gibt es gegen Registrierung bei Dell.




