D21-Digital-Index: Mehr Digitalisierung, abgespaltete Generationen

Mit dem D21-Digital-Index zeigt die Initiative D21, wie sich der digitale Wandel auf die Menschen in Deutschland auswirkt. Der D21-Digital-Index 2021/2022 zeigt, dass der Digitalisierungsgrad der Gesellschaft steigt im Digital-Index auf 63 von 100 Punkten gestiegen ist.

Der Index zeigt auch auf, dass die Internetnutzung der deutschen Bevölkerung erstmals auf über 90 Prozent gestiegen ist. Damit, so die Prognose, könnten in fünf Jahren alle Bundesbürger online sein.

Bei den rund 9 Prozent Offlinern stamme gut die Hälfte aus der Generation bis 1945. Das Durchschnittsalter der Offliner sei im Vergleich zu 2020 um zwei Jahre gestiegen und liegt nun bei 71 Jahren. Zudem seien 70 Prozent weiblich und beinahe 80 Prozent hätten eine formal niedrige Bildung. Damit und mit mit dem häufigen Rentenstatus sei bei mehr als 50 Prozent der Offliner auch ein geringes monatliches Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 2000 Euro verbunden.

Das Gefälle bei den Offlinern zeigt sich auch im beim Indexnivea bei den Digitalen Skills. Dort seien die Generationen Z und Y auf vergleichbar hohem Indexniveau. Die Generation X könne noch gut den Anschluss halten. Babyboomer und Nachkriegsgeneration folgten mit deutlichem Abstand und seien mehrheitlich so genannte digital Mithaltenden. Die älteste Generation bis 1945 bestehe großteils aus digital Abseitsstehenden.

Dass viele Teile der deutschen Gesellschaft ihren Digitalisierungsgrads verbessern, sieht der Index als erfreuliches Ergebnis. Nachdem es im Bereich der Bildung zuletzt kaum Bewegung gab und auch weiterhin große Unterschiede bestehen, steige das Niveau in diesem Jahr sichtbar an, heißt es im Bericht. Dies gelte insbesondere für Personen mit formal mittlerer und niedriger Bildung. Auch in ländlichen Gebieten mit einer Einwohnerzahl bis zu 20.000 Menschen steige der Digitalisierungsgrad und liegt nun fast auf gesamtdeutschem Niveau. Große Unterschiede gebe es bezüglich der finanziellen Grundausstattung: Mitglieder einkommensstarker Haushalte 3000 Euro monatlich netto und mehr verfügten über einen mindestens 15 Punkte höheren Digitalisierungsgrad als die der angrenzenden Einkommensklassen. Auch zwischen Nichtberufstätigen und Personen, die einer Tätigkeit nachgehen, liegen dem Digital-Index nach fast 20 Indexpunkte.

Der D21-Digital-Index 2021/2022 ist eine repräsentative Studie der Initiative D21, durchgeführt von Kantar. Sie erfasst die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren mit einer Strukturbefragung von 18.243 Teilnehmern und einer Vertiefungsbefragung von 2024 Personen. Sie erfolge per face-to-face-Interview (CAPI). Der D21-Digital-Index (PDF) ist online nachzulesen.

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