Cebit 2014: IBM erklärt Hintergründe der Übergabe der x86-Hardware an Lenovo

Die ganze x86-Hardwaresparte hat IBM im Januar an Lenovo verkauft. Dem Linux-Magazin erklärt der in Deutschland zuständige Manager die Hintergründe

7500 Mitarbeiter und über 2 Milliarden Dollar wechselten im Januar den Besitzer, als IBM und Lenovo den Kauf der X86-Hardware-Sparte durch Lenovo bekannt gab. Bis Ende 2014 soll das (vorbehaltlich etwaiger kartellsrechtlichen Entscheidungen) abgeschlossen sein, erklärt IBM System x Business Leader Dieter Stehle im Hintergrundgespräch mit dem Linux-Magazin auf der Cebit. “Das Geschäft wird unverändert weitergehen, nahtlos werden Produkte, Kunden, Support und OEMs laufen.” verspricht der bei IBM seit 2012 für die System X genannte Sparte zuständige Manager.

Groß wie immer, auch ohne x86-Hardware: IBM auf der Cebit 2014.

Groß wie immer, auch ohne x86-Hardware: IBM auf der Cebit 2014.

Gemeinsame Strategie

Lenovo darf fünf Jahre lang das IBM-Logo weiternutzen, IBM verspricht, mindestens fünf Jahre auf bestehender Hardware Support zu leisten, zum Beispiel auch bei den Flex-Blade-Systemen. “IBM ergänzt dann Lenovo am oberen Rand”, sagt Stehle, Power und Z-Series blieben bei IBM, dazu sorge ein umfangreiches OEM-Agreement dafür, dass das Ganze “kein reiner Verkauf” sei. “Power, Intel und andere Architekturen sind ja auch bei uns fest verzahnt”. Doch IBM scheint sich ein wenig auf Software und Lizenzen zu konzentrieren: GPFS, das Dateisystem, das auch HANA nutzt, oder auch die HPC-Plattform wird IBM in Zukunft an Lenovo lizensieren.

Eine Partnerschaft mit Optionen

Das liege aber nicht daran, dass man in der Hardware nicht mehr genug Potenzial oder Marge sehe, dementiert Stehle. Auch die in Linux-Kreisen freundlich aufgenommene Nachricht, IBM werde erneut eine Milliarde in Linux stecken – was sich dann als “Linux on Power” herauskristallisierte, habe damit nur wenig zu tun. Das Ganze ist auch eher eine Partnerschaft (“mit Optionen!”) denn ein richtiger Verkauf: “IBM geht den Weg der Spezialisierung, mehr in Richtung ‘Lösung’. Ja, dieser Teil der Hardware-Sparte ist verkauft, aber die Software-Lizenzen verbleiben bei IBM.” Das betrifft übrigens auch die Platinen mit x86-Prozessoren, die Admins in die Z-Series einschieben können.

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mrblack
8 Jahre her

“auch ohne x86 Hardware: IBM auf der CeBIT 2014”?Klicken Sie gerne auf das Bild und Sie werden System x entdecken. IBM ist sehr wohl mit x86 auf der CeBIT 2014 vertreten – alle aktuellen Produkte und Neuankündigungen sind vertreten – sehr spannend – die nächste Generation der X6 Server mit Flash DIMMs im neuen Design.

Zensor
8 Jahre her

lizenzieren nicht lizensieren bitte

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