Nachdem Canonical unlängst verkündet hatte, die Unterstützung für 32-Bit-Systeme mit den kommenden Ubuntu Ausgaben aufzugeben, hatte sich vielerorts Widerstand geregt. Nun lenkt Canonical ein und verspricht ausgewählte 32-Bit-Pakete für Ubuntu 19.10 und 20.04 LTS.
Die jüngste Kritik an der 32-Bit-Absage kam von den Machern von Wine. Die Entwickler befürchteten Inkompatibilitäten, weil viele Windows-Anwendungen 32-Bit-Code nutzen, den Wine dann ebenfalls unterstützen muss, um die Windows-Anwendungen unter Linux ausführen zu können.
Canonical hatte anfangs argumentiert, dass viele Anwendungen auch mit der 64-Bit-Variante von Wine funktionieren, zeigt sich nun aber in einer Mitteilung einsichtig. Es werde künftig ausgewählte Pakete von Ubuntu geben, die die nötigen 32-Bit-Pakete mitbringen, um die veraltete Software zu unterstützen. Canonical will die Auswahl der nötigen Pakete in einem Community-Prozess durchführen lassen. Dazu wolle man mit Wine, den Gaming-Communities und Ubuntu Studio zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll auch zu einem einvernehmlichen Datum führen, um den Support für 32-Bit endgültig zu beenden. Canonical weist darauf hin, das die 32-Bit-Pakete vielfach veraltet seien und beispielsweise die Abwehrmaßnahmen gegen Meltdown und Spectre vielfach für 32-Bit-Systeme nicht verfügbar seien.




