Die geschwindigkeitsoptimierte Distribution CachyOS wechselt im April-Update auf den aktuellen Linux-Kernel 7.0, tauscht den grafischen Paketmanager aus und unterstützt im Willkommen-Fenster DNS over HTTPS. Obendrein lässt sich sudo mit einem Fingerabdruck absegnen.
Beim neuen Kernel loben die CachyOS-Entwickler vor allem den neuen NTFS-Treiber und drei Performance-Optimierungen: die verbesserte Multi-Gen LRU, aktiviertes Flexible Return and Event Delivery (FRED) für Panther-Lake-Prozessoren und Optimierungen beim Scheduling.
Auch das CachyOS-Team hat weiter an Performance-Schrauben gedreht. Vor allem unter KDE Plasma und auf Grafikkarten mit wenig VRAM optimiert das neue Tool „dmemcg-booster“ die VRAM-Nutzung. NVMe-Speicher macht der jetzt standardmäßig aktive Kyber I/O Scheduler Beine. Er soll vor allem die Reaktionsfähigkeit bei unterschiedlichen Lasten erhöhen.
Nach der Installation erzeugt CachyOS automatisch einen Schnappschuss vom noch jungfräulichen System, der sich auch nicht entfernen lässt. Damit können Anwender im Fall der Fälle zu einem funktionierenden Ursprungssystem zurückkehren. Des Weiteren haben die CachyOS-Entwickler das Skript „os-prober“ wieder aktiviert, das dem GRUB-Startmenü die im System installierten Betriebssysteme als Einträge hinzufügt.
Schloss man an einen Laptop mit AMD-Grafikkarte einen zweiten Monitor an, wollte der Grafikkartentreiber „amdgpu“ das Plymouth-Start-Theme nicht korrekt darstellen. Als Workaround kommt jetzt auf AMD-Grafikkarten ein anderes Theme zum Einsatz.
Im laufenden System begrüßt standardmäßig KDE Plasma 6.6 die Nutzer. Wem diese Desktop-Umgebung nicht zusagt, darf zwischen mehreren anderen Konkurrenten wählen. Zum Angebot gehört ab sofort MangoWM, den die CachyOS-Entwickler mit passenden Dotfiles ausgestattet haben. Im Gegenzug musste der UKUI-Desktop von Bord gehen. Unabhängig von der Desktop-Umgebung jongliert Shelly die Softwarepakete, die den zuvor genutzten Paketmanager Octopi ablöst.
Das Willkommen-Fenster alias „CachyOS Hello“ erlaubt unter „Apps/Tweaks“ einen tieferen Eingriff in die DNS-Einstellungen. Unter anderem darf man einen eigenen DNS-Server hinterlegen, zudem erscheinen einige Metadaten über den ausgewählten DNS-Server. Obendrauf unterstützt CachyOS Hello das Verfahren DNS-over-HTTPS (DoH), das im Hintergrund der kleine DNS-Proxy „blocky“ abwickelt.
Das CachyOS Hardware Detection Tool „chwd“ überredet einen vorhandenen Fingerabdruck-Sensor zur Zusammenarbeit mit „sudo“, wodurch man entsprechende Befehle auch über einen Fingerabdruck freigeben kann. „chwd“ erkennt zudem einige Intel-Prozessoren besser, die das Werkzeug dabei gleichzeitig zu einem geringeren Stromverbrauch animiert. Abschließend existieren getrennte Profile für Nvidia-Grafikkarten in Laptops und Desktop-Systemen.





Auch nicht mit root Rechten? – Oh Weh