Die Bundesregierung will im Bildungsbereich unter anderem Open Educational Resources fördern und sieht im Bundeshalt 2015 dafür 2 Millionen Euro vor. Das ist vergleichsweise wenig.
CDU/CSU und SPD wollen die “digitale Bildung” stärken und so die Medienkompetenz fördern und die digitale Spaltung überwinden. Im März 2015 forderten die Regierungsparteien den Bundestag unter anderem dazu auf, Open Educational Resources (OER) und damit verbunden freie Lizenzen und Formate zu fördern. Zugleich begrüßten sie in der Drucksache 18/4422, dass der Haushalt OER für das Jahr 2015 berücksichtige.
Am 2. Juli nahmen SPD und CDU/CSU den Antrag nun an (Drucksache 18/5368). Die Linke enthielt sich, während die Grünen gegen den Antrag stimmten, der ihnen nicht weit genug geht. Sie fordern die Regierung auf, den Empfehlungen den Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” zu folgen. Die Strategie der Regierung sieht unter anderem vor, OER im Jahre 2015 mit 2 Millionen Euro zu fördern. Die SPD trägt das zwar mit, will OER laut Antrag aber künftig mit 60 Millionen Euro unterstützen.
Zwei Millionen scheinen bereits viel Geld, doch die Annäherung an frei lizenzierte Lehr- und Lernmaterialien geht hierzulande insgesamt eher zaghaft voran. Die amerikanische Regierung stellte bereits im Januar 2011 Mittel von zwei Milliarden US-Dollar über vier Jahre bereit, um OER-Materialien für die berufliche Weiterbildung an Community Colleges zu entwickeln. Die damit erstellten Arbeiten stehen unter der CC-BY-3.0-Lizenz, das Projekt ist das größte OER-Projekt weltweit.






